Davoser Alp Tagestour

Wanderung Nr. 94 Davoser Alp Tagestour

Davos/Dorf-Schiabach – Schatzalp – Podestenalp  – Lochalp – Grüenialp – Erbalp – Stafelalp – Chummeralp – Bärentaler Alp – Glaris

Die Wanderroute ab Erbalp vom Alteingrat aus gesehen. Man darf sich nicht täuschen lassen: Die Alpen liegen wegmässig viel weiter auseinander als es hier aussieht……… weniger Höhenmeter, dafür mehr Kilometer…….

 

In der Schweiz werden rund 380.000 Stück Rinder, davon 130.000 Kühe auf Alpen gesömmert, dazu rund 200.000 Schafe. Die Alpfläche beträgt rund 35 % der landwirtschaftlich genutzten Fläche. Im Kanton Graubünden beträgt die Alpfläche 170.000 ha.

Rund um Davos gibt es zahlreiche Alpsiedlungen. Leider sind die meisten Alphütten zu Zweitwohnsitzen mutiert. Käsereien vor Ort sind meines Wissens nicht mehr im Betrieb. Jedoch haben sich glücklicherweise noch einige Alpbetriebe der Globalisierung und Massentierhaltung widersetzen können und auf Regionalität setzen können.

Alpbewirtschaftung durch Jausenstationen ist eine Einnahmequelle der ansässigen Bergbauern. Die meisten Alpen werden nur saisonal über den Sommer bewirtschaftet. Ein Teil der erzeugten Waren kann gleich in den Alpwirtschaften und/oder auch Hofläden verwertet werden.

Betriebe mit Hofläden werde ich demnächst auch eine eigene Seite widmen.

Die Höhenlage der Alpen befinden sich in einer mittleren Höhenlage zwischen 1800m und 2000m entlang der Baumgrenze. Daher halten sich die Anstrengungen durchaus in Grenzen.

Auf einer etwa siebenstündigen Tagestour kann man acht grössere und kleinere Alpsiedlungen kennenlernen.

Die Alpsiedlungen der Reihe nach: Schatzalp – Podestenalp – Lochalp – Grüenialp – Erbalp – Stafelalp – Chummeralp – Barentaler Alp

Ausgangspunkt: Davos/Dorf Schiabach (VBD Linie 1,3,4)

Endpunkt: Glaris – Ortolfi Endhaltestelle VBD Linie 1

Dauer: 7 Std

Kondition: Höhenunterschiede: Schiabach 1550 m Schatzalp 1861m Podestenalp 1944m, Lochalp 1977m, Grüenialp 1913m, Erbalp 1880m, Stafelalp 1892m, Chummeralp 1958m Bärentaler Alp 1849m, Glaris Ortolfi 1443m

Panorama:

Einzigartige Panaramawanderung auf der mittleren Aussichtsterrasse über Davos.
Für Jeden Davosfan ein MUSS

Restaurant:

Schatzalp

Erbalp

Stafelalp

 

Trittsicherheit/Schwindelfreiheit: gefahrenlos T2

Weg: Bergpfad/Güterweg  sehr gut markiert und beschildert

Kinder:

 

Abschnitt Schiabach – Schatzalp

Blick auf die Schatzalp. Aufstieg durch die Waldzone

Von Schiabach aus Wegweisung Richtung Schatzalp folgen.

An der Oberen Promenade Weg an der Schiabachverbauung vorbei durch den Wald Richtung Schatzalp folgen. Immer wieder schöne Blicke auf Davos, Dischma, Jakobshorn. Nach max. einer Stunde erreichen wir die Schatzalp.

 

Schatzalp erreicht……

 

 

Abschnitt Schatzalp – Podestenalp – Erbalp

Den Weg Richtung Stafelalp folgen. Vorbei am Alpengarten steigt der Weg zur Podestenalp an. Man hat durch den Wald immer schöne Ausblicke auf das Jakobshorn. Danach kommt man auf einen Güterweg, der etwas steiler (100 Höhenmeter) zur Lochalp führt. Die „steilen“ Passagen sind hinter uns. Die nächste Alp ist die Grüenialp. Hier hat man einen traumhaften Ausblick Richtung Davos.

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In der Bildmitte die Podestenalp. Von da steigt der Wanderweg oberhalb der Rüfen des Albertitobels zur Lochalp…….

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Blick zur Lochalp…… Gut zu sehen die Wanderroute zur Grüenialp

Dieses Panorama hat man im Bereich Grüenialp

Nach 30 Min.  erreicht man die Erbalp. Man kann den Blick hinein ins Sertigtal bei Kaiserschmarn geniessen.

Gerade zur Alpenrosenblüte eine Sehr lohnenswerte Tour….

Grüenialp Panorama vom 23.06.2018

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Erfrischungsstelle oberhalb der Grüenialp

 

Auf der Erbalp

Blick auf das Gebiet der Erbalp. Mitte unterer Bildrand kommt der Weg von der Grüenialp zur Erbalp.

erbalp hashtag on Twitter

Der Kulinarische „Hotspot“  dieser Tour ist eine Einkehr in der Erbalp…….. In Davos legendär und bekannt ist der Kaiserschmarrn, der von der Südtiroler Wirtin liebevoll und traditionell auf dem Holzofen zubereitet wird. Für Einheimische und Gäste ein beliebtes Ziel. Nach Angabe der Wirtin sollte die Alp ab 15.06.2020 geöffnet sein.

Abschnitt Erbalp – Stafelalp

Von der Erbalp den Güterweg Richtung Tal für einige hundert Meter folgen. Bei der Serpentine der Wegweisung rechts  Richtung Stafelalp folgen. Bis usser Erb auf Güterweg durch den Bergwald, von da als Pfad mit relativ geringen Höhenunterschieden über Frauentobel Richtung Stafelalp.

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Auf der Stafelalp

Drohnenaufnahme der Stafelalp

 

Die Stafelalp ist eine Alp oberhalb von Davos/Frauenkirch. Sie liegt auf 1980 m ü. M. Auf der Alp stehen vierzehn Wohnhütten und zwei kleine Ställe. Eine Alpgenossenschaft, bestehend aus alteingesessenen Geschlechtern der Fraktion Davos Frauenkirch, bewirtschaftet die Weiden und Bauten. Durch verschiedene Werke des Malers Ernst Ludwig Kirchner ist die Stafelalp berühmt geworden.

Geschichte

Ende des 13. Jahrhunderts wurde die Gegend um Frauenkirch von den Walsern besiedelt. Die Existenz der Alp als Sömmerungsort des Viehs kann mindestens bis ins frühe 15. Jahrhundert zurückverfolgt werden. Der Name «Stafel» bezieht sich sowohl auf den Besammlungsplatz der Kühe als auch auf die Bauart der Wohnhütten, die sich ebenfalls Stafel nennt. Im Erdgeschoss eines Stafels befinden sich Viehstallungen, darüber die Wohn- und Schlafräume der Bauern und ihrer Helfer. Der Begriff der «Stafel» (von «Staffel» = Abschnitt eines Weidgebiets) ist schweizerisch und bedeutet Alpenweide.

Die älteste der bestehenden Wohnhütten, die Müller-Hütte, dürfte, gemäss einer Türinschrift am Eingang zum Milchkeller, aus dem Jahr 1644 stammen. Die weiteren Wohnhütten datieren aus den Jahren 1790 bis 1838. Die jüngsten Hütten entstanden zwischen 1908 und 1931, während eine baufällig gewordene Hütte vor 1930 abgebrochen worden ist. Jede dieser Hütten ist mit einem der entsprechenden Familie zugehörigen Hauszeichen versehen.

Hauszeichen an der von Kirchner zeitweise bewohnten Hütte

1881 erhielt die Stafelalp eine zentrale Sennerei zur Käseherstellung. Davor wurde in den einzelnen Häusern Käse hergestellt. Für eine bessere Erreichbarkeit der Alp von Frauenkirch aus wurde der Fussweg 1908 zu einer Fahrstrasse ausgebaut. Die Strasse trug dazu bei, dass die Genossenschaft ihre Milch mit einem Pferdefuhrwerk täglich in die Molkerei nach Davos liefern konnte. Die Sennerei wurde dadurch nur noch selten zur Käseherstellung genutzt und ab 1922 ganz eingestellt.

Kirchner auf der Stafelalp

 
Mondaufgang auf der Stafelalp, Öl auf Leinwand, 1917.

Während seines ersten längeren Aufenthalts in Davos im Mai 1917 äusserte Ernst Ludwig Kirchner gegenüber dem Arzt Lucius Spengler den Wunsch, sich im Sommer auf eine einsame Alp zurückzuziehen, um von seinen Nervenlähmungen zu genesen. Mit seiner aus Berlin mitgebrachten Pflegerin, «Schwester Hedwig», mietete er eine von zwei Stafelalp-Hütten im Besitz des Bauern Johann Ruesch. Durch den Pferdefuhrwerkbetrieb war der Maler dort nicht gänzlich isoliert. Kirchner schilderte seinen Gesundheitszustand im Sommer 1917 als desolat. Trotzdem konnte er arbeiten. Neben wenigen Ölbildern schuf er elf Holzschnitte, von denen er im Folgenden Abzüge herstellte.

Vom Sanatorium Bellevue in Kreuzlingen reiste Kirchner im Juli 1918 erneut auf die Stafelalp, wo er wiederum eine Reihe von Ölbildern malte und Holzschnitte fertigte. Der mit Kirchner befreundete Künstler Henry van de Velde besuchte ihn auf der Alp, um über gemeinsame Pläne zu sprechen.

Zwischen Herbst 1918 und Herbst 1923 lebten Ernst Ludwig Kirchner und seine Lebensgefährtin Erna Schilling im Haus «In den Lärchen» in Frauenkirch. Von dort begab er sich mehrmals auf die Stafelalp, etwa im Frühling 1919, um die noch verschneite Landschaft zu malen. 1920 entstanden das Aquarell und das Ölbild «Alte Sennhütte», welche den Innenraum und die Feuerstelle in der alten Müller-Hütte darstellen. Ausserdem zeigt ein Selbstporträt aus dieser Zeit Kirchner vor dem Stubenofen der Ruesch-Hütte.

Nach 1920 gab es keine längeren Aufenthalte auf der Stafelalp mehr, und ab 1923 besuchte Kirchner den Ort nur noch sporadisch.

 

Abschnitt Stafelalp – Chummeralp – Bärentaler Alp – Glaris Ortolfi

Der Weg von der Stafelalp ist in Wahrheit länger als man es hier vermutet…..

Wir folgen der Wegweisung Richtung Chummeralp………

Man ist nich alleine unterwegs…..

Zur Alpenrosenblüte…………

letzter Blick zurück zur Stafelalp……..

Eine Rast bei der Chummeralp……..

Bei der Chummeralp

Drohnenaufnahme Chummeralp

Den Weg Richtung Bärentaler Alp folgen………

Blick zurück zu Chummer Alp……..

durch idyllische Lärchenwälder und sanft ansteigend…….

Wir erreichen nun einen Güterweg, den wir nun bergab der Wegweisung „Bärentaler Alp/Glaris“ folgen.

Spitzkehre, Güterweg Richtung Bärentaler Alp folgen…….

 

Wir erreichen nun als letzte Alp die „Bärentaler Alp“. wir folgen weiterhin den Güterweg Richtung Glaris

Schattig geht der Güterweg durch die Waldzone mässig steil bergab, jedoch relativ gelenkschonend.

Erster Blick auf Glaris, hier folgen wir der Wegweisung nach Glaris/Ortolfi und sind in etwa 20 Minuten am Ziel.

Anmerkung:

Mit der Fahrt mit der Standseilbahn auf die Schatzalp kann man sich den einstündigen Aufstieg von Davos sparen.

Auf Wunsch kann man bei jeder Alp wieder zurück ins Tal absteigen und die Tour jederzeit beenden. In einer guten Stunde ist man wieder im Tal zurück, nicht weit von der nächsten Bushaltestelle.

Die Einzelnen Etappen für eventuelle Wiederholungstouren:

Fazit:

Anders als die vom Tourismusverband beworbene „Grosse Davoser Alpwanderung“ mit Start am Höhenweg via Büschalp zur Schatzalp, empfehle ich die Variante mit Direktaufstieg Davos/Schiabach zur Schatzalp. Landschaftlich ist der Bereich Höhenweg eher dem Bereich Parsenn/Panoramaweg/Dorfberg zuzuordnen und auf seperater Tour viel aussichtsreicher erkunden lässt, der zudem auch durch den Schiabachtobel optisch abgetrennt ist. Bis auf dem Aufstieg Davos – Schatzalp, bzw. Abstieg Bärentaler Alpe – Glaris/Ortolfi wandert man mit geringen Höhenunterschieden zwischen 1800m und max. 2035m im Bereich der Waldgrenze, mit relativ wenig Mühe sind einzigartiege Panoramablicke auf die Landschaft Davos möglich. 

Wanderungen Bereich Schatzalp – Strela- Chörbschhorn – Alteingrat

–> Übersicht der Alpwanderungen

–> Alle Wanderungen

 

 

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