Davoser Panoramatour II

Nr. 97  Gotschna – Panoramaweg – Strelpass – Latschülfurgga – Chörbschhorn – Stafelalp – Frauenkirch

Das Panorama Rhätikon/Prättigau – Schanfig – Silvretta – Flüela – Dischma – Sertig – Rinerhorn in einer Wanderung erleben. Auf dieser etwa achtstündiger Wanderung mit relativ geringen Höhenunterschieden (Ausser Talabstieg nach Frauenkirch) im Sommer und im Herbst bei klarer Sicht ein unvergessliches Erlebnis. Es lohnt sich in der Früh die erste Gondel zu nehmen!!!!!

 

Ausgangspunkt: Bergstation Gotschnabahn von Klosters, Talstation mit RHB aus Davos erreichbar (Nicht im Davoserpass oder Gästekarte enthalten), Pakplätze nur begrenzt vorhanden.

Endpunkt: Davos (Frauenkirch) VBD Linie 1 oder RHB Bahnhof Frauenkirch

Dauer: 8 Std

Kondition: Höhenunterschiede: Gotschna Bergstation  2218m, Parsennhütte 2202m, Mungahütte 2202m, Höhenweg (Mittelstation) 2218m, Strelapass 2348m, Strelasee 2404m, Latschüelfurgga 2404m, Chörbschhorn 2650m, Stafelalp 1892m, Davos-Frauenkirch 1512m

Panorama:

Einzigartige und grandiose Panaramawanderung auf der oberen Aussichtsterrasse über Davos. Auf der gesamten Länge erlebt man das Komplettpanorama der Landschaft Davos.
Für Jeden Davosfan ein MUSS

Restaurant:

Gotschna

Parsennhütte

Mungahütte

Höhenweg

Strelapass

Stafelalp

 

Trittsicherheit/Schwindelfreiheit: Bereich Schiahorn Schwindelfreiheit, daher  T3 

 

Weg: Bergpfad  relativ breit, sehr gut markiert und beschildert, durchgehend erkennbar

 

Kinder: Sehr lange Tour

 

Fast horizontal zieht sich auf durchschnittlich fast 2300 Meter der Parsenn-Höhenweg vom Gotschnagrat bis zum Strelapass dahin. Er gilt zu Recht als einer der lohnendsten und bequemsten Bergwanderwege. Auch Familien mit Kindern schätzen den technisch nicht anspruchsvollen, meist recht breit ausgebauten Weg. Tief unten erkennt man den Davoser See und die Bergstadt Davos.

Abschnitt Gotschna – Höhenweg

Der erste Abschnitt führt über dem kleinen Gotschnaseeli vorbei zur Parsennhütte, wo im Winter die Lifte in alle Richtungen hochsteigen. Einen Steinwurf entfernt liegt die urige Mungahütte, das „Plättli“ hat in Davos schon fast Kultstatus eine Rast wird dringend empfohlen. Weiter geht durch vegetationsarmes Gebiet ins Meierhofer Tälli und um Felsen herum zur alten Station der Parsennbahn. Wer sich Kaffee und Kuchen  verdient hat, geht zur darunter liegenden Station „Höhenweg“….die 60 Meter rauf und runter sind es wert, versprochen……..

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Schon am Anfang faszinierend: Das bekannte Fotomotiv auf Klosters aus der Bergstation….

 

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Blick in den Prättigau (Saas) und Rhätikon mit der Schesaplana hier leider teilweise in Quellwolken……

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Wegweisung zur Parsennhütte….Bitte nicht den weiter unten liegenden Güterweg benützen……

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Blick über die Schwarzseealp zu Davoser See

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Plättli mit Kultstatus: Rast auf der Mungahütte…..

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Piz Buin mit Steinmanderl…..

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Blick auf die Silvrettagruppe…..

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…Himmelsleiter…..

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Flüelatal, Seehorn, Hüreli, Pischahorn, Flüela Weisshorn bis Schwarzhorn…….Weit unten: Der Davoser See….

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Blick ins LAndwassertal, mit der Mittelstation Höhenweg…..

Mit etwas Glück sind durchaus solche Bilder möglich…..

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Kaffee und Kuchen im Höhenweg……die 60 Höhenmeter bergab rentieren sich wirklich….

Abschnitt Höhenweg – Strelapass

 

Der Panoramaweg führt weiter, ohne wesentliche Steigungen um das Schiahorn herum zum Strelapass mit seinem Gasthaus. Dieser Teil bietet das schönste Panorama auf die Davoser Bergwelt. Der Weg ist zwar breit angelegt, jedoch sind die Felspartien der Schiahornflanke nicht jedermanns Sache.

Die felsige Schiahornflanke ist nicht jedermanns Sache….

…..Der Weg ist zwar breit aber……. Daher als T3 klassifiziert

 

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Das „Davoser Matterhorn“ trohnt im Hintergund zum greifen nahe….

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Einkehrmöglichkeit am Strelapass……

So schaut es gerade am Strelapass aus:

Webcam Strelapass

 

Abschnitt Strelapass – Chörbschhorn

 

Vom Strelapass Folgt man den Weg Richtung Strelasee/Latschüelfurgga. Der Weg steigt sanft an. nach 30 Min. erreicht man den Strelasee in 2404m nach weiteren 30 Minuten erreicht man Latschüelfurgga ebenfalls auf 2404m.

Drohnenpanorama Latschüelfurgga:

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Hier folgt man den Weg Richtung Chörbschhorn. Am Anfang leichter Anstieg. An einer Eggabelung Wegweiser Chörbschhorn folgen. Nach etwas steileren Anstieg erreicht man das Chörbschhorn.

Gipfelpanorama Drohne

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Vom Gipfel Weg zur Chörbschhornhütte folgen. Diese erreicht man nach 30 Min.

Etwa 50 Höhenmeter unterhalb des Gipfels befindet sich die nicht bewirtschaftete Schutzhütte, die Chörbschhornhütte.

Abschnitt Chörbschhorn – Stafelalp – Frauenkirch

Wir erreichen die Stafelalp:

Drohnenaufnahme der Stafelalp

 

Die Stafelalp ist eine Alp oberhalb von Davos/Frauenkirch. Sie liegt auf 1980 m ü. M. Auf der Alp stehen vierzehn Wohnhütten und zwei kleine Ställe. Eine Alpgenossenschaft, bestehend aus alteingesessenen Geschlechtern der Fraktion Davos Frauenkirch, bewirtschaftet die Weiden und Bauten. Durch verschiedene Werke des Malers Ernst Ludwig Kirchner ist die Stafelalp berühmt geworden.

Geschichte

Ende des 13. Jahrhunderts wurde die Gegend um Frauenkirch von den Walsern besiedelt. Die Existenz der Alp als Sömmerungsort des Viehs kann mindestens bis ins frühe 15. Jahrhundert zurückverfolgt werden. Der Name «Stafel» bezieht sich sowohl auf den Besammlungsplatz der Kühe als auch auf die Bauart der Wohnhütten, die sich ebenfalls Stafel nennt. Im Erdgeschoss eines Stafels befinden sich Viehstallungen, darüber die Wohn- und Schlafräume der Bauern und ihrer Helfer. Der Begriff der «Stafel» (von «Staffel» = Abschnitt eines Weidgebiets) ist schweizerisch und bedeutet Alpenweide.

Die älteste der bestehenden Wohnhütten, die Müller-Hütte, dürfte, gemäss einer Türinschrift am Eingang zum Milchkeller, aus dem Jahr 1644 stammen. Die weiteren Wohnhütten datieren aus den Jahren 1790 bis 1838. Die jüngsten Hütten entstanden zwischen 1908 und 1931, während eine baufällig gewordene Hütte vor 1930 abgebrochen worden ist. Jede dieser Hütten ist mit einem der entsprechenden Familie zugehörigen Hauszeichen versehen.

Hauszeichen an der von Kirchner zeitweise bewohnten Hütte

1881 erhielt die Stafelalp eine zentrale Sennerei zur Käseherstellung. Davor wurde in den einzelnen Häusern Käse hergestellt. Für eine bessere Erreichbarkeit der Alp von Frauenkirch aus wurde der Fussweg 1908 zu einer Fahrstrasse ausgebaut. Die Strasse trug dazu bei, dass die Genossenschaft ihre Milch mit einem Pferdefuhrwerk täglich in die Molkerei nach Davos liefern konnte. Die Sennerei wurde dadurch nur noch selten zur Käseherstellung genutzt und ab 1922 ganz eingestellt.

Kirchner auf der Stafelalp

 
Mondaufgang auf der Stafelalp, Öl auf Leinwand, 1917.

Während seines ersten längeren Aufenthalts in Davos im Mai 1917 äusserte Ernst Ludwig Kirchner gegenüber dem Arzt Lucius Spengler den Wunsch, sich im Sommer auf eine einsame Alp zurückzuziehen, um von seinen Nervenlähmungen zu genesen. Mit seiner aus Berlin mitgebrachten Pflegerin, «Schwester Hedwig», mietete er eine von zwei Stafelalp-Hütten im Besitz des Bauern Johann Ruesch. Durch den Pferdefuhrwerkbetrieb war der Maler dort nicht gänzlich isoliert. Kirchner schilderte seinen Gesundheitszustand im Sommer 1917 als desolat. Trotzdem konnte er arbeiten. Neben wenigen Ölbildern schuf er elf Holzschnitte, von denen er im Folgenden Abzüge herstellte.

Vom Sanatorium Bellevue in Kreuzlingen reiste Kirchner im Juli 1918 erneut auf die Stafelalp, wo er wiederum eine Reihe von Ölbildern malte und Holzschnitte fertigte. Der mit Kirchner befreundete Künstler Henry van de Velde besuchte ihn auf der Alp, um über gemeinsame Pläne zu sprechen.

Zwischen Herbst 1918 und Herbst 1923 lebten Ernst Ludwig Kirchner und seine Lebensgefährtin Erna Schilling im Haus «In den Lärchen» in Frauenkirch. Von dort begab er sich mehrmals auf die Stafelalp, etwa im Frühling 1919, um die noch verschneite Landschaft zu malen. 1920 entstanden das Aquarell und das Ölbild «Alte Sennhütte», welche den Innenraum und die Feuerstelle in der alten Müller-Hütte darstellen. Ausserdem zeigt ein Selbstporträt aus dieser Zeit Kirchner vor dem Stubenofen der Ruesch-Hütte.

Nach 1920 gab es keine längeren Aufenthalte auf der Stafelalp mehr, und ab 1923 besuchte Kirchner den Ort nur noch sporadisch.

 

Wir folgen nun den Güterweg talwärts Richtung Frauenkirch. Kurz vor Ende der Bergwaldzone bei der Wegweisung Richtung Frauenkirch scharf nach links den Pfad folgen.

Blick nochmal zurück, ehe der Wald beginnt…..

Achtung: Hier nach links in den Wald abbiegen….

Hier beginnt eine geteerte Strasse……..in ein paar Minuten sind wir an der Kantonsstrasse.

 

Kurz vor der Bushaltestelle/Bahnhof kommen wir  an der berühmten Kirche zu Frauenkirch  vorbei. 

 

Fazit:

Mit etwa acht Stunden eine sehr lange Tagestour von Klosters nach Frauenkirch, aber panoramamässig eine der lohnensten Touren im Davoser Umkreis ist. Beständige Wetterlage und klare Sicht ist notwendig. Konditionsmässig machen sich weniger die Höhenunterschiede bemerksam, als vielmehr die Länge. Einkehrmöglichkeiten sind genug vorhanden. Einziges Problem ist eher das Erreichen der Gotschnabahn von Davos aus in der früh, die seperat bezahlt werden muss und für die erste Gondel die Anfahrt zeitmässig noch berücksichgt werden muss. Falls man die Wanderung unterbrechen will, kann man ab Höhenweg bequem mit der Standseilbahn zurück nach Davos fahren, oder beim Strelapass in etwa 1,5 Std die Bergstation der Schatzalpbahn erreichen, ebenso bei Latschüelfurgga via Podestenalp in 1,5 bis 2 Std zur Schatzalp absteigen.

Teilstrecken dieser Tour können auch in Etappen bezwungen werden,  bzw. kombiniert werden:

Weitere Wanderungen Bereich Schatzalp – Strela- Chörbschhorn – Alteingrat

–> weitere Wanderungen

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