Fanezfurgga

Wanderweg

Sertig Döfli – Fanezfurgga – Monstein

Von Steffi

 

Ca. 4 Std. 40 Min.
11,5 km lang
Schwierigkeitsgrad: mittel
Panorama/Natur: 5 (fossilienreiche Landschaft)

 

Ich empfehle diesen Wanderweg nur bei trockenem Wetter, da der Abstieg auf der Monsteiner Seite hinunter zur Oberalp teils über viele Steine führt und diese bei nasser Witterung sehr rutschig sein können. Auch gibt es eine kurze aber steile Passage auf feinem Geröll, nach ca. 2/3 der Passage, welche bei Nässe rutschig sein kann. Für Menschen mit Gelenkproblemen würde ich diese Tour nicht unbedingt empfehlen, da der Abstieg nach Monstein hinunter in die Gelenke gehen kann. Hier sollte man dann doch evtl. die Tour andersherum gehen, also von Monstein – Sertig.

Ausgangspunkt der Wanderung ist Sertig Dörfli auf 1.859 m, gelegen in dem für mich schönsten und urtümlichsten Seitental der Region Davos. Markant ist hier vor allem das kleine, weiße, alte Kirchlein „Hinter den Eggen“, erbaut im Jahre 1699, seit 1942 unter Denkmalschutz stehend sowie natürlich die wunderschönen alten Walserhäuser, die im Sommer mit wahrer Blütenpracht an den Hausfassaden aufwarten.

So schaut es gerade in Sertig aus:

Aktuelle Webcam Walserhuus Sertigtal

Nach Sertig kommt man am besten mit dem Bus, der Linie 8, welcher ab Davos Platz (Bushaltestelle direkt vor dem Bahnhof) losfährt. Die Option mit dem Pkw gibt es natürlich auch. Fährt man mit dem Bus, kann man nun alternativ bereits in Sertig-Dörfli seine Tour beginnen oder aber auch erst ab Sertig-Sand (Endpunkt der Buslinie), eine Station weiter.

Tourstart ab Sertig-Dörfli:

Von Sertig Dörfli aus führt ein kleiner Wanderweg weiter Richtung Sertig Sand (ca. 25 Minuten). Der Wanderweg beginnt direkt hinter dem Restaurant Bergführer und führt zu Beginn hindurch durch wunderschöne alte Walserhäuser.

Nachdem man nach ca. 25 Minuten Sertig Sand erreicht hat, läuft man in Richtung Ducan-Wasserfall am Ende des Tals, vorbei am großen und nicht zu übersehenden Restaurant Walserhuus in Sertig Sand.

In der Entfernung sieht man bereits hinten etwas rechts gelegen den Ducan-Wasserfall, in welche Richtung man nun gemütlich weiterläuft.

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Nach ca. 20 Minuten gelangt man an eine Weggabelung, die links hinauf Richtung Dischmatal führt und rechts in Richtung Wasserfall. Weiter geht der Weg nun also Richtung Ducan-Wasserfall rechts entlang. Nach ca. weiteren 15 Minuten gelangt man an die Abzweigung hinauf in Richtung Fanezfurgga. Nun geht es bergauf und ab hier folgt man nun immer einem gut markierten Pfad. Hindurch durch dichte Föhren und Lärchenwälder gelangt man nach einem kurzen aber gut gehbaren Aufstieg von ca. 30 Minuten an das obere sichtbare Ende des Wasserfalls auf 1.902 m. Ein Blick zurück in das Sertig-Tal lohnt!

Ab hier beginnt die Baumgrenze und der Blick ist frei auf das atemberaubende Bergmassiv auf beiden Seiten des schönen Ducantals (2.231 m).

 

Das Ducangebiet ist übrigens auch reich an Fossilien. Wer also etwas Zeit mitbringt und ein geübtes Auge besitzt oder einfach nur Glück hat, kann hier Fossilien entdecken.

Man überquert nun den Ducanbach (welcher zum bekannten Ducan-Wasserfall wird) über eine kleine Brücke. Ab hier wandert man angenehm, mit minimalem und stetigem Anstieg über Alpböden und durch Geröllmassen. Am Anfang hat man noch rechts gelegen das Älplihorn mit seinen ca. 3006 m Höhe neben sich und auf der linken Seite geht man vorbei am Mittagshorn, ca. 2735 m, sowie am Ende am imposanten Piz Ducan, 3063 m. All diese Bergflanken erscheinen einem zum Greifen nahe. Mit etwas Glück kann man hier oben auch Wildtiere sichten und Achtung! Auch gut getarnte Jäger können einem hier auf einmal fast vor den Füßen liegen, vor allem am frühen Vormittag. Also nicht erschrecken, wenn man auf einmal fast in einen Gewehrlauf schaut ;-).

Nach ca. 1 ¾ Std. gelangt man zur Fanezfurgga. Die letzten 20 Min. erfolgt hier ein etwas steilerer Anstieg. Ich würde immer dazu raten, den Weg Sertig – Monstein und nicht Monstein – Sertig zu laufen, da der Anstieg doch an einer kurzen Stelle arg steil und durch das feine Geröll rutschig sein kann. Zudem fehlt hier leider, meines Erachtens nach, eine Absicherung seitlich, damit man bei Gegenverkehr einen besseren Halt hat. Ungeübte Wanderer kommen hier evtl. für einen kleinen Moment an ihre Grenzen. Man kann dieses kleine Stück definitiv besser herauf als hinunter laufen, daher also empfehle ich den Weg auch genauso herum zu laufen. Fahrlässiger Weise habe ich auf ein paar Internetseiten gelesen, dass man diesen Weg auch mit Turnschuhen laufen könne. Ich rate mehr als ausdrücklich davon ab! Das ist mehr als eine fahrlässiger Info und sie kann böse enden, vor allem an dieser Stelle! Man benötigt auch hier, wie überall in den höheren Bergregionen auf solchen Touren ordentliches Schuhwerk und Turnschuhe haben hier oben nichts verloren! Ein ordentlicher Wanderschuh ist hier unbedingt notwendig!

Angekommen auf der Fanezfurgga auf 2.580 m, sollte man definitiv erst einmal die Rundumsicht genießen, bevor man sich an den Weg hinab macht.

Der Weg hinunter in Richtung Monstein führt über Fanezmeder 2.198 m. Hier gelangt man über naturbelassene Steintreppen und Heuwiesen „Meder“ nach ca. 40 minütigem Abstieg zur Oberalp (1.898 m). Auf der Oberalp stehen noch ein paar wunderschöne alte Bauernhäuser/Ställe in Rundholzarchitektur. Der Weg hinab führt direkt durch diese alten Bauten und lädt auch hier zum kurzen Verweilen ein.

Nach ca. 50 Minuten weiterem Abstieg auf der Fahrstraße (man kann aber auch teilweise über die Wiese abkürzen), gelangt man in Monstein (1.619 m) an.

Monstein besitzt seinen eigenen Charme mit all den alten Rundholzbauten und der Monsteiner Kirche (erbaut ca. 1868). Diese hübsche Kirche ist ein ehemaliges evangelisch-reformiertes Gotteshaus und steht unter Denkmalschutz. Das Kirchlein darf meines Erachtens auf keinem Erinnerungsfoto fehlen.

Monstein besitzt zudem eine der höchstgelegensten Brauereien Europas. Bei Interesse kann diese Brauerei natürlich auch besucht werden. Für eine Stärkung oder Belohnung am Ende der Tour lädt das Veltlinerstübli oder das Hotel Ducan ein. Bekannt ist das Veltlinerstübli vor allem für seine hausgemachte, feine Blaubeerwähe – diese sollte man gekostet haben!

Der Rückweg nach Davos geht von Monstein aus am besten mit dem Bus, der Linie 10. Dieser fährt hinunter bis Davos-Glaris. Die Haltestelle in Monstein befindet sich am Eingang von Monstein.

 

Vielen Dank an Steffi für diesen Wandertipp…..

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