Erfahrungen mit Elektro

Übersicht:

 

Tesla & Anhänger

Im Moment sorgt ein Tesla mit Anhänger fast schon mehr als ein Porsche mit Anhänger für ungläubige Blicke an allen Ecken. Was ist dran an diesen Vorurteil, einmal von Davos Platz nach Davos Dorf und der Akku ist leer?

Ich habe für die 430 km lange Strecke Davos – Nürnberg einen stinknormalen 750 kg Kastenanhänger mit beschiessensten CW-Wert benutzt. Komplett dürfte er um die 650 kg an Gesamtmasse gehabt haben. Die Aussentemperatur zwischen 0 Grad in Davos und 10 Grad in Nürnberg. Heizung auf 21 Grad.

Die ersten 65 km bis Maienfeld geht es über 1000 Höhenmeter bergab. Laut Anzeige wurde trotz Anhänger fast kein Strom verbraucht. Die Bremsenergie wurde in den Akku geladen. Faustformel je 500 Höhenmeter 25 km plus. Wir nennen das  Rekuperierieren.

Für die Hinfahrt nach Nürnberg hatte ich einen Energiebedarf von ungefähr 116 KWh das entspricht etwa 27 kwh je 100km. Tempomat Autobahn auf 90 KM/h. Bin nur mit knapp viertelvollen Akku zum Supercharger Maienfeld gefahren (65 km), dort dann auf sicherheitshalber 95% geladen (50 kwh) in 35 Min. Nächste Ladestopp war dann Supercharger Aichstetten kurz vor Memmingen (130 km)  hier ca 35 kwh geladen in 25 Min. Nächster Ladepunkt war Ellwangen an der A 7 kurz vor Bayern. (130 km) hier auch ca. 35 KWh geladen in 30 Min. Nach weiteren 120 km bin ich in Nürnberg mit etwa 41% Akkustand angekommen.

Fazit:

Lademanagement:Ich hatte keinerlei Hängererfahrung mit Elektro. Bei 116 KW wäre durchaus locker möglich gewesen mit nur einen Ladestopp die Strecke zu fahren.  Aber ich wollte sicherheitshalber nicht unter 20 bis 25% Akkustand  fahren und am Ziel noch möglichst etwa einen halben Akku haben. Für die Eiligen unter uns hätte ich nur bis 80% laden sollen, da die Ladegeschindigkeit von 10 bis 80 % unter Umständen schneller  ist als von 80% bis 95%. Also ist es doch zeitmässig cleverer  in Aichstetten und in Ellwangen auf 80% zu laden. etwa 25 bis 30 Min je Ladung. Bei der Heimfahrt habe ich es so gemacht und war insgesamt 30 Min schneller unterwegs.

Max. Ladegeschwindigkeit: Maienfeld 117 KW, Aichstetten 127 KW, Ellwangen 135 KW

–> Bezüglich der Ladekurven wirken sich höher Ladewerte über 125 KW nicht viel auf die gesamte Ladezeit aus. Leistungen von 125 bis theoretisch 250  KW sind nur von 10 bis 45% beim Tesla oder 10 bis 55% beim Audi Etron Akku effektiv von Vorteil. Es kommen nur selbst beim Elektroporsche Taycan mit 275 KW Ladeleistung nur Minutenunterschiede heraus. 

Ladezeit Hinfahrt: 90 Min gesamt Gesamte Dauer inkl. Laden: 7 Std

Ladezeit Rückfahrt: 60 Min gesamt  Gesamte Dauer inkl. Laden: 6,5 Std

–> cleveres Laden Verkürzt die Reisezeit enorm, es wär zeitmässig noch Potential vorhanden……

Hier die optimalste Ladeplanung mit 4 Ladestops unter Berücksichtigung der Anhängerlast.

Das ganze in Zahlen ausgedrückt: Nettokosten nur für die Strecke 14,92 EUR. Meine 30 EUR kommen zustande, da ich nur mit 25% Akku weggefahren bin und in PY mit 41% statt mit 21% angekommen bin. (komplette Ladung) (abetterroutenplaner.com)

–> gleicher Verbrauch wie beim Audi Etron bei Durchschnittsgschwindigkeit von 100 kmh.

Am Tesla SUC Maienfeld ist ein Stall für Anhängergespanne vorhanden…Leider von Fahrern die nicht rückwärts einparken können oder wollen meist belegt…..

 

Zum Thema Laden mit Hänger: in Maienfeld ist eine Lademöglilchkeit für Hängergespanne ohne Abhängen. Bei Aichstetten und Ellwangen musste ich den Hänger um die Ecke abhängen. Denke mal wenn die Holländer mit Ihren Tesla mit Wohnwagen die Republik fluten wird das Manko schnell beseitigt werden.

Kosten: Tesla SUC bei 116 kw etwa 33 CHF (30 EUR)  für eine Fahrt.

Leistung: Die Masse des Hängers merkt man beim Fahren nicht. Die Beschleunigungswerte sind in dem Geschwindigkeitsbereich bis Tempo 90 kaum beeinträchtigt.

Handling: Beim Andocken hab ich im Monitor der Rückfahrkamera die Anhängerkupplung gut im Blick. Im Anhängermodus sind die Rückfahrsensoren inaktiv und der Autopilot ebenfalls.

Batteriemanagement: Die Reichweitenanzeige war jederzeit dem Anhängerbetrieb angepasst und die Zielwerte wurden eher um ein bis zwei Prozentpunkte unterschritten. Man kann sich auf die berechneten Werte gut verlassen.

Da der Akku in unserem Model 3 Long Range brutto 85kw beträgt, haben wir eine Gesamtreichweite im Anhängerbetrieb von rund 300 Kilometern. Wenn man bedenkt, das im Schnitt alle 100km Supercharger von TESLA an der Autobahn stehen, ist dies ein sehr guter Wert mit dem man eine  Fahrt dann auch gut planen kann. (Siehe oben)

Davos, 21.02.2020

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Praxistest Tesla Model X mit Wohnanhänger:

Hier ein Praxistest eines Model X mit Wohnanhänger. https://www.camp-electric.de

 

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Ein halbes Jahr Tesla…..

Das Jahr 2019 geht zu Ende, unser Tesla hat mittlerweilen schon 16500 km auf der Uhr nach genau 6 Monaten. Zwischenbilanz: Fünf Updates mit neuen Funktionen, Leistungssteigernde Motorsteuerung, Autopilot jetzt so gut, dass man jetzt von Vereina bis Landquart ohne Phantombremsungen und Aussetzer durchfahren könnte, aber noch nicht sollte (Kurven bei Fideris). Verbrauch im Sommer zwischen 15 und 16 KW je 100 km im Winter Heizung bei 21 Grad etwa 18 bis 19 KW je 100 km. Netflix und Youtube verkürzen die Ladezeit. Jeder Punkt zwischen Palermo und Nordkap, bzw. Portual und Dubrovnik ist durch das mittlerweile flächendeckende Ladenetzwerk von Tesla jederzeit erreichbar. Wartezeiten oder wie bei Ionity die vielen Ladungsabbrüche  an den Ladestationen hatte ich bisher noch nie. Man sieht online in Echtzeit die Auslastung jeder Ladestation ohne Ladekartenwirrwarr und Tarifdschungel ohne Anmelden einfach einstecken und laden europaweit…….. Das sind die Merkmale, die sich die  überstudierten Vollpfosten bei den Stromanbietern hinter die Ohren schreiben sollten………. und das ohne einen Rappen von subeventionierten Steuergeldern. Während Ionity meist nur vier Ladeplätze betreibt gibt es bei Tesla SUC mit bis zu 36 Stalls, der in Maienfeld hat auch 12 Stalls.

Tesla Ladepreise:

Deutschland 32 ct, Österreich 28 ct, Schweiz 32 rp, Italien derzeit gratis, Frankreich 24 ct, Belgien 28 ct, Niederlande 28 ct. je KWh für Model 3 und für X und Model S ist Supercharge inclusive im Kaufpreis. Man Bedenke Plug and Roll will für eine Kackeeinfache 50 KW DC Ladesäule am Rastplatz Rheintal A13 über 70 Rappen je KW Plus Zugangspauschale……….Für mich knallhart ein Fall von Wucher………

Un es gibt viele Lademöglichkeiten die kostenlos sind: Lidl Thusis 50 KW DC sogar, Outlett Landquart Parkplatz Süd, Pizolcenter Mels, Grossglockner Hochalpenstrasse ganz oben, und und und…….. und ein Hotel nur Buchen, wenn Charging includiert ist……

Erster Service:

Nun heute am 27.12 hatte ich den ersten Termin im Servicecenter in St. Gallen, Termin Online mit 10 Tagen Wartezeit über Handyapp. Probleme mit Scheibenwischer Fahrerseite, die Druckausgleichsventile der Akkuverkleidung wechseln, Luftdrucksensorik neu Anlernen, Scheinwerfer einsellen, Federung Kofferraumdeckel einstellen, nur Kleinigkeiten wurden schnell erledigt. Ein Ersatzauto (Loaner Model S) wurde uns zur Verfügung gestellt. Von Servicewüste keine Spur. Gut der Weg von Davos nach St. Gallen wegen Service, jedoch in Kombination mit IKEA sehr gut planbar. Auf die Minute pünktlich und etwas nachgeladen bekamen wir unser Auto zurück. Wussten aber per App wie weit das Auto war……..

Kosten für Reperaturen und Wartung:

Also zwei Kanister Frostschutz für die WischWaschanlage, und ein paar Autowaschmünzen vom Stiffler sonst nix……….doch hab mir Gummimatten gekauft. Das Reifen wechseln und die Aufbewahrung laufen über Euromasters in Chur und das erste Jahr der Aufbewahrung ist gratis.

Fazit nach halben Jahr:

Beste Investition for ever….jederzeit wieder…….. um einiges günstiger wie vorher ausgerechnet………. und hätte Tesla das geniale Ladenetzwerk nicht, ich würde heute noch der Dieselfraktion angehören……….

 

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Tesla Model 3 bei Schnee und Kälte

 

Also durch den Akkupack gleichmässig verteilten Schwerpunkt und seit dem letzten Update möglichen „Onepedaldrive“ ist das Bergabfahren von Wolfgang nach Klosters ich möchte sagen auf Schnee und Eis fast idiotensicher. Gewöhnungsbedürftig ist das sehr gefühlvolle Gasgeben, das Ding hat 480 PS.

Hier ein Video :

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Nach dem Nachtskifahren am Rinerhorn vor der letzten Abfahrt per Handyapp Sitzheizung an, Temperatur auf 24 Grad, Scheibenheizung Hinten und Vorne an und als Gaudi um Nachbarn am Parkplatz beim Scheibenkratzen vielleicht zu ärgern, kurz hupen……und Vollgas mit Ski dann ins das bis dahin warme eisfreie Auto…..Geil –> sind Akkuleistung für 8 KM……… Danke Elon Musk!!!!!!!

Und Bei der Reichweite hatte ich im Praxisbetrieb folgende Erfahrungen:

Da es in meiner Tiefgarage im Winter nie unter Grad plus hat, bräuchte ich mir überhaupt auch bei 25 Grad Minus Aussentmperatur keine Sorgen machen. Nach etwa 50 km hat der Akku meist seine „Betriebstemperatur“  von selber erreicht. das heisst je länger die Strecke, desto weiter kann ich fahren. Reichweitenfresser ist die Kurzstrecke, z. B. schnell mal zum Spital um meine Frau zu holen. Für Langstrecke gilt: Reichweite um die 350 bis 400 km bei Heizung 21 Grad Tempomat 120 bis 130 auf Autobahn. Bei absoluten Kurzstrecken unter 5 km und Parken im freien mit Vorklimatisierung (ca 8 km Verbrauch) bekomme ich dagegen keine 250 km raus. Aber egal……..

 

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Meine erste Erfahrung mit Elektro…….

Probefahrt mit Tesla….und Kostenrechnung…..Alternativen zu Tesla……Reichweitenvergleiche…….

Bis vor kurzem habe ich den Elektroantrieb mit Akku immer belächelt…….Zu kurze Reichweite, zu langes Laden, was passiert bei minus 20 Grad hier in Davos, Allradversionen für Fahrten bei Eis und Schnee und Pässefahrten, wie oft kann ich den Akku laden, Wartungskosten, Reperaturanfälligkeit, Kinderkrankheiten, Ersatzteile……

Nach den Dieselskandalen in Deutschland und den Fahrverboten fühle ich mich irgendwie verarscht. Ich hatte eigentlich immer was die Umweltproblematik betrifft immer den letzten Stand der Technik. Es gibt zwei Möglichkeiten entweder knallhart mit dem Stimmzettel die vorhandenen Eliten in die Wüste schicken oder nach Alternativen suchen. Gewiss weiterfahren wie bisher wird aufgrund des Klimawandels und den Folgen bald zum Problem werden. Also muss ich irgendwie Konsequenzen zur Dieselverarsche der etablierten Autoindustrie ziehen und nach Alternativn ausschau halten. Für ein Auto liegt bei mir die Schmerzgrenze bei max. 40.000 CHF die ich bereit bin auszugeben…….

Von daher scheiden die bisherigen Tesla-Modelle schon vom Preis her aus….. Nun  sollte das Modell 3 massenmarkttauglich werden……..

Rein zufällig hat Tesla einen Popupstore in Davos eröffnet, bei dem ich erst aus neugierde online einen Termin zur Probefahrt am 09.03.2019 11.00 Uhr machte, damals (mitte Februar) gab es offiziell das Model 3 noch nicht in CH. Sofort bekam ich die Buchungsbestättigung per Mail.

Nun am Samstag fuhr ich voller neugierede was mich erwartet mit dem VBD kurz vor 11 zum Seehofseeli. Der Store hatte schon offen. Ich hatte mich für das Model S angemeldet weil Modell 3 nicht reservierbar war. Ohne Probleme und ohne Wartezeitstand ein Modell 3 (Luxusversion Performance) in Farbe Rot zur Verfügung.

Die ersten Kilometer Richtung Flüelapass war ich Beifahrer, ehrlich traute ich am Anfang den Braten noch nicht so richtig……kein Schalten, keine Motorengeräusche…irgendwie alles anders….. Gleich nach dem Ortschild an der ersten Steigung gab er Gas die Fliehkraft drückte mich in den Sitz irgendwie Ferrari light ohne Motorsound……  Strassenlage und Lenkung sehr direkt…… Also null auf hundert in 4,3 Sekunden…… Mein Gesichtsausdruck entsprach der eines Autos…… Anhand der Fahrleistung fragte ich ob die Akkuladung bis Tschuggen reicht……. Rechnerisch zeigte das Display noch 256 km Restreichweite an………

Kurz vor Pischa war dann Fahrerwechsel. Noch misstrauisch der Technik gegenüber erstmal ganz langsam auf die Passstrasse. Naje den fehlenden Autoschlüssel kannte ich schon von meinem Xtrail. Es gibt nur Gas und Bremspedal wie bei Automatik, jedoch nur die Stufen R P N und D Handbremsmässig ist das so wie beim Xtrail auch beim Berg anfahren. Ein traditionelles Armaturenbrett gibts nicht mehr, nur ein grösseres Tablet. Legt man den Rückwärtsgang ein erscheint Rückfahrvideo, Reichweitenanzeige, Geschwindigkeit, Googlemaps…..

Übersicht zur Strasse ist tip top (Bin nicht der grösste), Sitz elektrisch in allen Richtungen verstellbar, Sitzheizung…..alles da….. Blinker und Scheibenwischer Fensterheber und Spiegelverstellung sind die einzigen Hebel die an gewohnter Stelle sind.

Ich tippte nur wenig aufs Gaspedal aber die Wirkung war enorm…..im Vergleich zum Xtrail. Am Parkplatz Tschuggen war strassenmässig Endstation. Dort wo normalerweise der Motor ist ist ein Schmuggelfach…. und der Kofferraum in der Relation sehr gross, nicht vergleichbar mit meinen Xtrail..aber es ist kein SUV. Bergabwärts die Passtrasse war frei und nass musste ich nie bremsen –> Weniger Verschleiss der Bremsbeläge.  Gas geben war jedesmal genial….. Lenkung sehr direkt und genau, nicht hecklastig, irgendwie ferrarimässig. Reichweitenmässig fuhr ich im grünen Bereich, was heisst ich produziere Strom und konnte ein der benötigten Energiemenge bei der Bergfahrt wieder rückgewinnen………… an der Flüelakreuzung eine Lücke abgepasst nur kurz gas gegeben und schwupps war ich im fliessenden Verkehr auf der Hauptstrasse…irgendwie genial…..

meine Frau war sofort beim ersten Gas geben und dem Glasdach begeistert.

Beim Einparken habe ich noch die Parksensorik getestet, alles ok. Jedoch fahr ich immer nach Sicht und Spiegel. Dumm habe ich noch geschaut als das Auto via Smartphone von allein sich aus der Parklücke in bewegung gesetzt hatte….Wir sind Tiefgaragenparker und oft wirds halt zum Einsteigen eng…….geniales Feature…..

Bei der Diskussion um Autopilot waren wir uns einig auf unseren Bergstrassen nicht nötig.

Ebenso die Reichweitendiskussion zur fahrt Davos nach Nürnberg entspricht ca 440 km.

Mit x trail habe ich meist eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 104 km/h hochgerechnet komm ich mit dem Tesla 3 damit auf 560 km Bei heizung und Licht 15% weniger. Ich mache immer 30 Minuten Kaffeepause oder Macdonaldsstop. Also Laden in Leutkirch an der A 96 vor Memmingen bringt mir rechnerisch 400 weiter Kilometer also brauche ich keine minute länger als wie bisher .

Weiteres Beispiel: Meine Frau kommt aus dem Rheinland, einmal im Jahr fahren wir daher Mönchengladbach – Davos ca 880 km. Rechnerisch machgen wir immer zweimal 30 Minuten Pause mit Fahrerwechsel. Also Sollte das Laden kein Problem sein, das Navigationssystem lotst uns sicher zur optimalsten Lademöglichkeit entlang der Autobahn.

30 Minuten Supercharger (So heissen die Dinger an den Rasthöfen Gleichstrom  DC 120 000 W) kosten ca 16 CHF so muss ich mit Kosten von ca 16 Franken nach Nürnberg und 32 Franken nach Mönchengladbach rechnen. Ein Laden an der Normalen Steckdose max. 3700 W mit 16 A reicht mit 12 Std. Ein Laden bei Kraftstrom 3 x 16A rechnerisch mit 11 000 W  dreimal so schnell.

also kostet mich der Strom rechnerisch um die 65 CHF im Monat während ich für Diesel 220 CHF ausgeben muss.

Kundendienst ist alle 40.000 km fällig, wobei es keinen Ölwechsel, keine Zündkerzen, kein Getriebe, keine Kupplung und keine Einspritzanlage gibt. Während ich mit meinen Xtrail inkl. Ölwechsel und Inspektion jährlich mit fast 1000 CHF rechnen muss…. würden sich die kosten hierfür halbieren. (Ich habe eine Fahrleistung von ca. 20.000 km im Jahr)

Reifenwechsel kann ich bei jedem normalen Händler vor Ort machen

Reperaturen laufen über Fernabfrage wie beim ICE…… Das Auto meldet sich wenn was nicht gehen sollte….. Also 8 Jahre bzw. 160.000 km Garantie für Akku….und 4 Jahre für Motor und Technik ich glaub 80.000 km. Eine Vorortreperatur wird geprüft.

Versicherungsmässig dürfte es mich um die 770 CHF im Jahr kosten Vollkasko ohne Parkschadenpolice. Steuerlich sollte es im Kanton Graubünden bei 90 bis 95 CHF jährlich sein. Im Vergleich zum X-Trail 450 Euro Steuer und 1200 CHF Versicherung mit Parkschadenpolice und Abschleppservice.

Jetzt zum Finanziellen:

Ich fahre die Autos immer zwischen 4 und 5 Jahren. Dass heisst ich kann nicht beurteilen aufgrund der zukünftigen Situationen wie hoch der Wiederverkauf nach dieser Zeit sein wird. Für mich schon bei der Kaufsumme ein entscheidender Risikofaktor. Während ich bei Barzahlung auf dem Risiko sitzen bleibe habe ich mit einer Finanzierung die Sicherheit genauso wie bei einer Mietgarantie die Rückggabe zum vereinbarten Festwert entsprechend des Vertrages egal wieviel der tatsächliche Wert des Autos sein wird. Also wäre is nach Möglichkeit clever das Fahrzeug zu finanzieren und sich mit dem ersparten Geld zuhause eine Photovoltaikanlage zu installieren. Informationen und Foren zum Diskutieren gibt es genug im Internet.

Noch ein Tip:

Das P Performance Modell kann man sich sparen, das ist so wie AMG Mercedes, da kostet das Auto 30 % mehr, und vor allem die Autoversicherung wird sicherlich auch teurer sein.

Im Normalfall ist ja ein Auto dafür da, dass man von A nach B fährt, zuverlässig und preiswert, und das Standardmodell erfüllt dies, dass Performance Modell ist einfach Luxus.

Unter dem Strich würde mich betriebswirtschaftlich der Tesla bei einer Jahresleistung von 20.000 km im Monat 100 CHF günstiger kommen als mein derzeitiger X-Trail Diesel inkl. aller Kosten.

Nun was für Alternativen gibt es derzit zu Tesla:

 

Gestern habe ich bei meiner Stammwerkstatt in Chur eine Probefahrt mit einen X-Leaf von Nissan gemacht:

Beim Gespräch über Reichweite wird dieses Model ab Herbst mit einen 60 Kwh Akku ausgestattet sein. Der derzeitige bietet nur 280 km Reichweite, von daher sollte dann die für mich magische 400 km Grenze erreicht werden.

Diesmal machte meine Frau die Probefahrt von Chur Richtung Lenzerheide. Im Gegensatz zum Tesla Bedienelemente und Ausstattung konventionell angepasst. Grosses Manko speziell wenn man in Davos wohnt: Kein Allradantrieb.

Zu fahren wie ein Automat, Reagiert sehr direkt und Beschleunigung bergauf zwarnicht die Werte von Tesla, jedoch viel besser als unser Xtrail. Bergab bis vor einer Serpentine kein Bremsen nötig. Fuss vorrauschauend vom Gas nehmen reicht auch bei 10 % Gefälle wie beim Tesla. Bremsenergie wird genauso wieder Energie gewandelt wie beim Tesla. Klimaanlage, Heizung ebenso vorhanden und rechnerisch 10 bis 15% Reichweitenreduzierung ähnliche Werte wie beim Tesla gefühlsmässig.

Rückfahrkamera wie beim Tesla vorhanden. Da die meisten Kompomenten im Gegensatz zum Tesla konventioneller Technik entsprechen sind Softwareanpassungen so nicht direkt möglich, man fährt „offline“. Für Menschen die  einen „Big Brother is watching you“ fürchten sicherlich ein Argument. Ebenso automatisches Einparken ist möglich habe ich nicht getestet. Ein Ausparken mit Smartphone aus einer Parklücke ist nicht möglich. Vorheizen bzw. klimatisieren jedoch kein Problem.

Laden:

ein Herstellergestütztes Ladesystem existiert nicht man ich an den öffentlichen Ladestationen von Regionalen Stromanbietern angeweisen, die zwar an Autobahnen, Einkaufszentren, Hotels, Parkhäuser in mittlerweiler grosser Zahl anzutreffen ist ab und zu noch gratis, jedoch die Abrechnung mit hunderttausend Karten- und Bedienversionen schnell zum Alptraum werden kann. Im Gegensatz zu Tesla (120 bis 250 KWH an den Superchargern) ist die Ladung an solchen Stationennoch  auf 20 KWH begrenzt (50 KW ist noch ein Problem) damit dauerd auch das Schnellladen noch 3 Std für 440 km. Die Garantie des Akkus entspricht dem des Teslas.

Finanzierung:

Kaufpreis bei vergleichbarer Ausstattung zum Tesla ist in etwa gleich. Jedoch bei einer Finanzierung gibt es keine Restwertgarantie, sie müsste vertraglich seperat beim Händler vereinbart werden falls dieser überhaupt darauf eingeht.

 Fazit für mich:

Für jemanden der im Unterland wohnt und die Möglichkeit hat auf eigenen Dach selber Strom zu produzieren und mehr auf konventionelles Autofahren steht und kein Allrad benötigt wäre mit dem leaf sicherlich gut bedient. Die max. Geschwindigkeit von 151 km/h bzw Beschleunigung von 7 Sek von 0 auf 100 wären für mich auf Langen Strecken kein grösseres Kaufhemmnis. (Beschleunigung besser als X-Trail)

Für uns in Davos mit unseren Strassenverhältnissen wechelnder Kettenpflicht am Wolfgang, in Tiefgaragen Ketten wieder abmontieren, naja…….  Ein guter Versuch von Nissan für Elektroantrieb, jedoch ohne Allrad ……….. Ich würde sagen am bisherigen Kundenklientel von Nissan vorbeiproduziert…….. Meine Frau wird heute noch mal den Tesla 3 testen……

Am 18.05 Haben wir das Model 3 von Tesla bestellt natürlich mit jetzt erhältlicher Anhängerkupplung (910 kg Anhängerlast) und Auslieferung dürfte am 28.06.2019 sein.

Für die Ladestationen  EWD Postplatz, Kongresszentrum und Davoser See (Gallerie) genügt normale Kreditkarte zum Laden 50 KW 1 std 9,90 CHF. während des Ladens keine Parkgebühr. Für ca 3 std Parken bitte 22 KW Wechselstrom (AC) wählen.

Fahrt Davos – Comer See – Lugano/Melite – San Bernardino – Davos Verbrauchsdaten:

Länge ca. 440 km Abfahrt 80% Ankunft Melite 35% Abfahrt Melite 80% Ankunft Davos 35%  Verbrauch 68 KW Verbrauch 155 W/km…….. Tip Top Wert inkl. Berninapass und Flüelapass……. mit Klimaanlage 22 Grad.

68 KW x 0,34 CHF Supercharger Tesla = 23,12 CHF
Vergleich zum Nissan Diesel:
4,4 x 7,2 l/100km = 31,68‬ l x 1,70 CHF = 53,90 CHF

 

Fahrt Pyrbaum (Nürnberg) – Davos 440 km

Abfahrt 95% Ankunft Bregenz 37% Abfahrt Bregenz 90% Ankunft Davos 57% Tempomat Autobahn/Schnellstr. 120 km/h Landstr. 100 km/h und Augsburg 60 km/h Landstr. CH 80 Klima nicht notwendig. Route B2 über Donauwörth – Augsburg – Landsberg – Memmingen

Verbrauch 69 KW 160 kw/km……..

Kosten:

SUC Bregenz 40 kw x 0,34 = 13,60 und Neuer Mark Neumarkt 29 KW gratis ergibt 13,60 EUR

Vergleich Nissan Xtrail: ca 53,90 EUR

 

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Probleme mit Elektro:

Soderle nächste Woche ist WEF bei uns in Davos…Trotz Elektro…….Das Chaos bleibt…..

Ionity erhöht die Ladepreise 8 EUR je Ladung auf 78 Cent je KW zum 31.01.2020. Repower in CH hat die DC Preise an einer einfachen 50er DC Ladestelle an Raststätte Rheintal an A 13 auf 70 rp erhöht. Tesla verlangt in CH zwischen 30 rp. und 34 rp. Ionity räumt Audi, Porsche und VW denke ich mal Rabatte ein. Also schaut so aus ein Audi Etron mit knapp 300 km Reichweite im Winter für 85.000, ein VW wo die Auslieferung irgendwann sein wird, oder ein Porsche für 150.000 wo man mit Ausstattungspaket dann 200.000 bezahlt dessen Ausstattung dann dem Tesla Model S ähnlich ist. Soll ich mich mit einen Renault Zoe oder Nissan Leaf, durchaus sehr gute Modelle, mich im freien ungezügelten Tarif- und Karendschungel mit Preisen über 1 Euro je KW herumschlagen? Da ist ein Benziner oder Diesel trotz Fahrverboten unterm Strich günstiger. Also bleibt eigentlich nur Tesla übrig. Liebe geistige Vollpfosten von den Stromanbietern, wollt Ihr uns verarschen……..? Bei Tesla funktionierts ohne Subventionen……….


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–> Kosten Vergleich Elektroauto zum meinen „alten“ Diesel Nissan X-Trail
–> Fakten der Elektromobilität um eigene Meinung zu bilden
–> Beispiele aus Davos zum gewerblichen Einsatz der Elektromobilität
–> Restaurants/Hotels/Shops mit Lademöglichkeiten
–>Kann ich mein Auto auch zu Hause/Ferienwohnung  laden?
–> Ladestationen in Davos Tarife, Verfügbarkeit, Standorte

 

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