Wanderung 78 Wiesen – Wiesneralp – Valbellafurgga – Sandhubel – Wieseneralp – Wiesen

Der Sandhubel genau oberhalb von Wiesen ist mit 2763 m der Hausberg von Wiesen.

Der Sandhubel wird  zur Strelakette gerechnet, welche sich  durch ihr helles Kalkgestein auszeichnet. Allerdings gibt es da eine Ausnahme, den Sandhubel, der seinen Namen zu Recht trägt“. In der Tat ist hier sehr sandiges Gestein anzutreffen, welches aber von Gelb über Rötlich bis fast Violett in vielen verschiedenen Farbtönen leuchtet und gerade in Kombination mit Schneeresten großartige Eindrücke vermittelt. Zudem stellt er einen willkommenen Kontrast zu seinen graugefärbten Nachbargipfeln dar.

Auf diesem  Gipfel ist die Wahrscheinlichkeit Steinböcke beobachten zu können extrem hoch.

Die Wanderung von Wiesen (1422 m) via Wiesner Alp (1927m) – Valbellafurgga  (1556mm) – Sandhubel (2763 m) – Martrüel (2158 m) – Wiesner Alp (1927m) – Wiesen (1422m) ist eine lange, aber  aussichtsreiche Tagesrundtour. Sie bietet einen grossartigen Panoramarundblick ins gesamte Mittelbünden mit Blick ins Albulatal, Schanfigg,  und auf die Bergüner Stöcke.

Die ganze Tour ist als Wanderweg weiss-rot-weiss markiert, der Wanderweg ist jedoch nicht durchgehend erkennbar. Die Tour (Rundtour) dauert  realistisch neun Stunden. Die Schwierigkeit der Tour ist T3.

Von der Wiesener Alp ist die Route zur Valbella Furgga zwar ausgeschildert und – sehr spärlich – markiert und bei guter Sicht problemlos begehbar . Beträgt die Sichtweite jedoch wetterbedingt weniger als 100 m rate ich von einer Begehung dieser Tour ab – man würde sich spätestens dort, wo sich die Wegspuren allmählich verlieren (ab ca. 2200 m) hoffungslos verlieren…  Man findet vielleicht alle 100 – 200 m eine weiss-rot-weisse Markierung.

Start: Wiesen Dorfmitte

Ziel: Wiesen Dorfmitte

Dauer: komplette Tagestour 9 Std ohne Pause

Kondition:Höhenunterschiede: Wiesen 1422m
Wiesner Alp 1927m Valbellafurgga 2556m Sandhubel 2763m Wiesneralp 1950m Wiesen 1422m

Weg/Markierung

Weg am Boden nicht unbedingt durchgehend sichtbar. Ausgesetzte Stellen können mit Seilen oder Ketten gesichert sein. Eventuell braucht man die Hände fürs Gleichgewicht. Zum Teil exponierte Stellen mit Absturzgefahr, Geröllflächen, weglose Schrofen.
NWW-Normen markiert: weiss-rot-weiss. Bei Nebel Gefahr des Verirrens oberhalb 2200 m

Trittsicherheit/Schwindelfrei:

Gute Trittsicherheit. Gute Trekkingschuhe. Durchschnittliches Orientierungsvermögen. Elementare alpine Erfahrung hier unbedingt notwendig.

Restaurants: Rucksack….

Panorama:Die Anstrengung wird mehr als belohnt 

Kinder: sehr lange Tour

Hinweis für Elektrofahrer: Tesla Destinationscharger im Hotel Bellevue Wiesen. Habe von dort leider noch kein Feesback über die Ladekonditionen bekommen.

 

 

Die Wiesner Alp:

Die Wiesner Alp ist eine Alp oberhalb von Davos Wiesen. Sie liegt auf 1927 m ü. M. und gilt als eine der bedeutendsten Alpsiedlungen in Graubünden. Auf der Alp stehen jahrhundertealte Hütten im Walserstil mit Stall- und Heuteil, die in vielen Variationen nach einem einheitlichen Muster aufgebaut sind. Die Ställe wurden zum Speichern von Heu sowie als Basis für das Bestellen der Ländereien auf dem Alpgebiet benutzt.

Die Wiesner Alp ist ein beliebtes Ausflugsziel für Einheimische und Gäste aus den Tourismusorten Davos, Lenzerheide und von Besuchern des Parc Ela. Sie ist zu Fuss in gut 1 – 1,5 Std von Davos Wiesen aus erreichbar. Der jährliche Höhepunkt im Dorfleben von Davos Wiesen ist das Wiesner Alpfest, das traditionell am zweitletzten Sonntag im Juli stattfindet. Neben volkstümlichen musikalischen Darbietungen finden ein Gottesdienst sowie spielerische Wettbewerbe statt.

m November 2007 brannten 14 der über 40 Hütten ab. Die Bemühungen der Davoser Regierung und verschiedener Behörden Graubündens, die Alp in einem aufeinander abgestimmten Gesamtkonzept wiederzuerrichten, führten im Juli 2010 nach langjährigen zähen Verhandlungen zum Erfolg und die Baubewilligungen wurden ausgestellt. Vereinzelte Einsprachen wurden dabei als nicht sachlich begründet zurückgewiesen.

Wiesner Alp von oben

Gipfelpanorama Sandhubel:

Blick zur Abstiegsroute mit den Bündner Stöcken

Ein Foto alles drauf: Piz Kesch, Berninagruppe, Albulatal, Monsteiner Büelenhorn mit Stulsergrat und Muchetta, Wiesen, Jenisberg, Wiesner Alp und rechts Schmittener Alp.

Blick auf Arosa und Schanfigg, dahinter links Rheintal, Prättigau, darüber Rhättikon

Blick Richtung Davos rechts Talkessel von Davos und links Schanfigg

 

Fazit:

Relativ selten begangene und befahrene Tagestour. Leider ohne Einkehrmöglichkeit. Aufgrund der Länge und 1300 HM ist eine gute Kondition nötig. Parkplätze sind ins Wiesen mangelware, Anreise mit Postbus. Die Rundtour könnte auch anders herum begangen werde, jedoch ist der Anstieg in dieser Richtung bequemer. Alternativ könnte man über die Schmittener Alp nach Schmitten absteigen, jedoch ist der alleine der Güterweg nach Schmitten über 7 km lang.

Blick auf die Aufstiegsroute Richtung Valbellafurgga, der Rückweg führt etwas steiler auf der anderen Seite des Bergrückens (Bildrand links)

Bereich Wiesen

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