Davoser See

 

Höhe über dem Meeresspiegel: 1.560 m
Fläche: 59 ha
Länge: 1,5 km
Umfang: 3,77 km
Maximale Tiefe: 54 m
Höhe über Meeresspiegel: 1559 m ü. M
 
 

Panoramavideo Davoser See am 08.07.2018

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Blick über Davos Dorf hinweg zum Davoser See.

 

 

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Entstanden ist der See durch einen Bergsturz von der Totalp im Parsenngebiet, der die bis dahin in Richtung Prättigau abgeflossenen Gewässer des heutigen oberen Landwasser-Gebietes staute. Das Wasser überströmte und zerschnitt jedoch nicht wie etwa bei der Ruinaulta anschliessend die Bergsturzmasse, sondern konnte auf der wenig niedrigeren entgegengesetzten Seite des Tales abfliessen und frisst sich seither weiter in die Felsen der Zügenschlucht.

Blick auf Davoser See – Davos – Landwassertal

Der Davosersee ist der Rest dieses Sees, der einmal das gesamte gefällearme heutige Hochtal umfasste und später im Wesentlichen durch die Geschiebefracht von Flüelabach und Dischmabach zugeschüttet wurde. Andererseits erhöhte der wachsende Schwemmfächer des Flüelabaches allmählich die Höhenlage des Seeabflusses zum Landwasser hin, was der laufenden Verringerung der Seefläche durch Sedimentation entgegenwirkte.Der Davosersee erhält sein Wasser nicht nur aus den zuströmenden Bächen wie dem Totalpbach, sondern auch über Grundwasserzutritte aus dem Schwemmfächer des Flüelabaches. Der einstige natürliche Abfluss, das Seewasser galt als Beginn des Landwassers, trotz geringerer Wasserführung gegenüber dem Flüelabach. Durch wasserbauliche Maßnahmen für die Energiegewinnung ist diese Situation heute stark verändert.

Webcam Davoser See

 

 
 

Von alters her trug der See zur Vergleichmässigung des Abflusses bei, was in den abflussarmen Wintermonaten wichtig sein konnte. Bis in die 1920er Jahre hinein wurde der Davosersee ganzjährig touristisch und wirtschaftlich genutzt. Im Winter wurde er mit Pferdeschlitten befahren und auch lange zur Gewinnung von Eis genutzt, das im Winter mit der Eisenbahn in den Rest der Schweiz transportiert wurde.

Seit der Inbetriebnahme des Druckstollens zum Kraftwerk Klosters im Jahre 1922 wird der See für die Gewinnung von Elektrizität genutzt. Um einen gleichmässigen Betrieb zu sichern, wird in abflussschwachen Wintermonaten ein Teil des Flüelabachs unterirdisch in den See abgeleitet. Dennoch fliesst für die Stromerzeugung mehr Wasser nach Klosters ab, als die umliegenden Bäche einspeisen, so dass in der kalten Jahreszeit das Seebecken weitgehend trocken fällt und nicht mehr anderweitig genutzt werden kann.

Blick vom Meierhof auf dem Davoser See

Eine Initiative von Lokalpolitikern, die den Wasserspiegel auch über den Winter auf natürlicher Höhe belassen wollte, wurde wegen der damit verbundenen Einbussen bei der Stromerzeugung vom Davoser Stimmvolk abgelehnt.

Siehe auch: Winterwanderweg um den Davoser See

Wandertouren am Davoser See:

Nr. 4 Seehorn

Nr. 39 Davoser See – Wolfgang – Laret – Schwarzsee – Klosters Bhf.

Nr. 33 Davoser See – Drusatscha – Hüreli – Chaltboden – Drusatscha – Davoser See

Nr. 43 Tschuggen – Pischa Bergstation – Chaltboden – Davoser See