Elektromobilität in Davos

Davos macht sich auf, im Jahr 2030 der erste klimaneutrale Ferienort der Schweiz zu sein. Gäste und Unternehmen speisen dazu gemeinsam den «myclimate Klimafonds Davos», der Klimaprojekte im Ort unterstützt. Betrieben wird er von der Destinationsorganisation, der Gemeinde und der Stiftung myclimate.

Viele Stellplätze mit Lademöglichkeit – In einen Fürther Parkhaus schon heute Realität, während wahrscheinlich bei der Bergbahn das Argument kommt…der Strom reicht nicht, zu teuer und wird von den Gästen nicht gewünscht…….logisch, keine Ahnung was heute technisch machbar sein kann….. Quelle: Goingelectric

Soviel zur Theorie, Wie seht es nun aus wenn man ohne fossilen Treibstoff nach Davos fährt und sich dort bewegen will. Was sollte/muss sich ändern. Ich selber bin bereits über 91.000 km elektrisch in Europa unterwegs gewesen, zum Teil auch mit Anhänger, nichts ist unmöglich. Für mich ist es bereits normal, Hotels und Restaurants oder Sehenswürdigkeiten nach fairen Lademöglichkeiten auszuwählen. Leider ist dies in Davos noch nicht überall angekommen. Nachtparkverbot an den wichtigsten Ladestellen passt leider nicht mehr in die heutige Zeit. Das Auto Laden wenn es zu 90% herumsteht, das ist die Devise um das Stromnetz gleichmässig auszulasten. Hier müssen die Bergbahnen, Hotels, Eigentümergemeinschaften dringest neue Wege gehen, einen Grossteil ihrer Parkplätze mit einer Lademöglichkeit kostengünstig (Lichtstrom 220 V/16A AC reicht dicke) ausrüsten. Als ich vor mehr als über 3 Jahren Tesla gekauft habe, war ich in Davos von vielen ein belächelter dummer Exot und auf dem Weg nach Landquard kam mir nur sporadisch mal einer entgegen. Heute war der Rekord schon bei 20 Teslas auf 50 Kilometer bis Landquart. Die andere Frage stellt sich wie nachhaltig z. B. die Bergbahn AG ihren Strommix einkauft. Zum anderen inwieweit man die örtlichen Solaranlagen erweitern könnte. Hier sind wir alle gefragt, egal ob Mieter, Eigentümer, EWD oder Selbständiger.

Energiekrise oder eine Mentalitätskrise??

Die Schuld hoher Energiepreise bei Virus und Putin zu suchen ist in Wahrheit zu kurz gedacht. Der Klimawandel ist nach den Hitzesommer 2022 auch in Davos an überall sichtbar geworden, Felsstürze in Permafrostbereichen, Trockenheit im Siedlungsgebiet/Alpgebiet, Rekordtemperaturen in Davos. Wir alle müssen sich uns an die eigene Nase fassen und über unser Verhalten nachdenken. Energie muss gespart werden, aber am besten beim Nachbarn……… Auch wenn sich jetzt einige persönlich angegriffen fühlen, die Zeiten von fossilen Brennstoffen dürfte schon jetzt vorbei sein, ein Verbrenner-Audi nur noch ein stinkender Oldtimer, zu schade selbst für ein «H-Kennzeichen». Andererseits ist ist sinnvoll, im Oktober die Berge zu beschneien und Ende März, wenn meterhoch noch Schnee liegt die Skisaison zu beenden??? Einschneidende Massnahmen, die jeden, egal ob Einheimischer oder Gast in Davos bereffen werden, sind schon in kürzester Zeit notwendig und treffen auf die, auch in Davos weit berbreitete heut ist heut und morgen ist morgen Mentalität. Wohnungsbesitzer werden ihre Ölheizungen entsorgen müssen. Zapfsäulen in heutiger Form werden schon sehr bald ein Relikt für Museen sein. Photovoltaik und daraus resultierender Energiespeicherung mit Wasserstoff und bessere Ausnutzung der Wasserkraft werden in Davos die Zukunft bedeuten. Eine Anreise mit Verbrennermotoren könnte schon morgen Geschichte sein.

Eine komplette Politiker- und Wirtschaftsgeneration hat das Problem eben verschlafen und lieber die Software manipuliert anstatt mit cleveren vorausschauenden Innovationen sich auf die Zukunft vorbereiten, was der Verbraucher jetzt bitter an den Preisen zu bereuen hat. Kernfusion, Wasserstofftechnologie könnten schon lange fossile Brennstoffe ablösen, jeodch jetzt ist das Kind in den Brunnen gefallen.

Was meine Person betrifft, ich versuche durch entsprechende Investitionen schon lange gegenzusteuern, wurde oft ausgelacht, aber ich bin in Davos als «Katastrophenastrologe» fast schon bekannt. Es ist Sache jedes einzelnen sich darüber Gedanken zu machen…………..

Ist ein audi mit 4-6L Verbrauch noch zeitgemäss???

Nur auf dem ersten Blick, auf dem Zweiten Blick wird deutlich, dass die Energieeffizienz trotzdem krottenschlecht ist. Während ich beim Strom die Leitungsverluste durch Transformation und Transport fast vernachlässigen kann, ist der Energieverbrauch für Förderung, Transport per Schiff und Pipeline, Die Weiterverarbeitung in der Raffinerie, LKW-Transport zur Tankstelle und der Energiebedarf für die Tankstelle noch hinzuzurechnen. Sechs Liter Diesel benötigen vom Bohrloch bist zur Zapfpistole an der Tankstelle einen Energieaufwand von unglaublichen 42 KWh an Energie ohne dass man nur einen Kilometer gefahren ist und unwiederbringlich verloren ist.

Die benötigten Rohstoffe für die Akkutechnik lassen sich stand heute zu über 95% wiederverwerten und stehen neuen Akkus wieder zur Verfügung. Benzin und Diesel lösen sich in Luft auf. Die theoretischen Litiumvorräte alleine in Deutschland würde für etwa 400 Mio Elektroautos reichen….zumindest theoretisch. (soviele brauchen wir ja nicht)

also jetzt wieviel Energie verfahre ich nun mit meinen Diesel?

also 42 KW bei 6 l je 100 km plus 60 KWh Energiegehalt Deisel mach etwa 100kwh/100 km

jetzt Nehmen wir einmal die Schweizer Bundesbahn zum Vergleich her:

12,5 Mia Personenkilometer aus dem Jahr 2021 haben 2,275 Mia Kwh an Strom verbraucht, da kommt eine Person mit 5,49 Kilometer mit 1 Kwh also 18 Kwh je 100 km. die Frage ist nur, wieviel sitzen durchschnitlich in einen Verbrenner?

Nun jetzt die Daten von meinen Tesla:

Bei 91.000 km hatte ich in den letzten jahren einen Durchschnitt von etwa 16,4 kwh/100 km, selbst nur mit Fahrer wäre die Energiebilanz egen der in der Relation zur geringer zu bewegenden Masse das Elektroauto das effizientere Fortbewegungsmittel.

Vergleich Audi Etron: 23 kw/100km

Vergleich Kleinwagen Fiat 500e: 13,6 KW/h joch ist die Effizienz bei mehr zwei Personen bei Tesla/Audi besser, da die Personenkapazität hier platzmässig begrenzt ist ;-).

Fazit: Anhand dieser Zahlen brauchen wir nicht mehr über Sinn und Zweck von Verbrennungsmotoren im Privatverkehr zu diskutieren, und eigentlich sofort zu verbieten, bzw. den Preis für Benzin und Diesel zu verzehnfachen. (Effizienzanpassung)

Auch ist hier die SBB verurteilt, ihren Fuhrpark energieeffizienter auszustatten, bzw. auszulasten.

Nun das leidige Thema WEF:

So sieht Klimaschutz in Davos heute aus: gesperrte Ladesäulen Am See beim WEF

Alles wird hier nur schön geredet, ein Veranstaltungskonzept aus dem fossilen letzten Jahrtausend mit aller Gewalt am Leben zu erhalten. Hunderte stinkender Limosinen, die zu 90% nur Abgas und Dreck und uns nur den Platz wegehmen. Die Logistik der Temporärbauten benötigt durch deren Materialtransport, oft noch aus dem Ausland, LKW-Fahrten, die leider nicht mehr verantwortbar sind. Alles nur für die Bequemlichkeit einer verschwindend kleinen Teil der Weltbevölkerung? In einer Stunde 25 Kilo Streusalz pro Stunde am Eingang Kongresszentrum für Highheels (Hab ich selber streuen müssen)? Und der Absolute Gipfel: 50% der Schnallladesäulen aber auch Parkplätze, die eigentlich für den Reiseverkehr benötigt werden (Umsatz), stehen dann im Sperrgebiet und sind wochenlang nicht nutzbar. Bis heute hat niemand der Verantwortlichen hierzu Stellung bezogen, wie das in Zukunft gehandhabt wird. Aber alle reden vom Klimaschutz…….. Hier muss Schluss sein mit der heut ist heut und morgen ist morgen Mentalität. Ein cleveres Konzept mit neuen Wegen unter Beteiligung aller Bürger sollte das WEF fit für die Zukunft machen. Die jetzige Betrachtung, sich von Klimaemissionen freizukaufen, ist moderner Ablasshandel und ist nur Schönrechnerei und Faulheit, an nachhaltigen/innovativen Konzepten zu arbeiten. (Beispiel: Autoindustrie Europa).

Schnon heute möglich: Emissionsfreie WEF-Anreise zu Luft (Hersteller Airbus) –> Link

Thema Trend für bewirtschaftete Zweitwohnungen:

Während der Ferienzeit und an Wochenende bald Normalität: Stau von Frauenkirch bis Landquard. Bisherige Meinung der Eliten: Stau gehört zum Fremdenverkehr…

Im Prinzip ein guter Ansatz während das Jahr leerstehende Wohnungen längerfristig im Jahr auszulasten. Jedoch bringt jeder zusätzliche Wohnungswechsl mehr Verkehr nach Davos. An Wochenenden und zur Ferienzeit ist das Chaos von Landquard bis Frauenkirch schon sehr bald öfters Realität. Die Frage, ob Verbrenner nur noch bis Landquard reisen dürfen wird sicher sehr bald sehr kontrovers diskutiert werden müssen. Ein Ausbau der RHB Landquart – Davos zweigleisig 15-Min Takt (Mit Güterverkehr) inkl. Wolfgangtunnel inkl. Bahnhofsverlegung in Dorf müsste schon ab nächsten Jahr realisiert werden. Einige Politiker von Gestern sind noch der Auffassung, die Aussicht über Laret und Wolfgang zu erhalten, jedoch muss Davos in der Konkurrenz zu Flims/Lax, Lenzer Heide/Arosa schneller und einfacher aus Zürich zu erreichen sein (Standortvorteil). Emissionsfreie Anreise wird schon in ein paar Jahren zum (weltweiten) Standard werden müssen.

Strommangellage und Elektromobilität……

Soll den Elektroautos ds Fahren verboten werden, damit Benziner weiter an den Tankstellen tanken können?

Was auf den ersten Blick die logische Konsequenz wäre, schaut es realistisch betrachtet weitaus anders aus:

Die Strommangellage ist in erster Linie das Ergebnis kurzsichtiger Strategien in den letzten 20 Jahren. Nicht Putin oder der Virus ist daran schuld, sondern festhalten an längst überholten Denkweisen des letzten Jahrtausends. Fakt ist, ein weiter so ist bei jetzt 8 Milliarden Weltbevölkerung schon physikalisch leider nicht möglich.

Steigende Strompreise sind ab Januar auch in Davos Realität. Die Frage, die man sich stellen sollte, werden die etwa zehn Rappen mehr je KWh dazu benutzt, unsere Energieversorgung zu mehr als 100% aus eigenen Ressourcen zu ermöglichen, oder wird mit der Preissteigerung nur die Taschen der Kapitalanleger gefüllt. Derzeit beträgt der Selbstversorgungsgrad von Davos ohne Bergbahnbetriebe etwa 60%.

Energiesparen mit Elektroantrieb?

Hört sich jetzt komisch an, jedoch mit jeder Davosreise die nicht mit Verbrenner gefahren wird, steckt sehr grosses Energiesparpotential:

1000 Fahrten Zürich – Davos und zurück bei 250 km haben wir 250.000 km bei einen Duschschnittsverbrauch von etwa 8 l auf 100 km benötigen wir 2500×7 = 17500 l Benzin/Diesel x 7 kwh je Liter für Bereitstellung bis Zapfsäule = 122.500 kwh ohne überhaupt einen Kilometer gefahren zu sein.

1000 Fahrten mit Elektro im Mittel 250.000 km bei 18 kwh/100km = 45.000 kwh

Nun werden einige sagen, dass die Energie zur Förderung in Nahost nichts mit der Strommangellage in Davos zu tun hat, bzw. die Raffinerie in Basel steht. Wir müssen lernen Dinge global zu sehen, und hier wird deutlich, dass wir unsere Bedürnisse auf Kosten anderer in den Vordergrund stellen.

Wieder andere behaupten auch, gut, aber ist die im Moment wieder verstärkte Nutzung von Kohlestrom nicht das gleiche: Hier gilt auch, kapitale Fehler in der Vergangenheit: Die Kernfusion könnte heute schon funktionieren, nur wurde halt Jahrzehnte lang aus Klischeegründen und Faulheit auf das falsche Pferd gesetzt. Warum forschen, wenn Software zu manipulieren viel einfacher ist. Das gleiche gilt auch für Erdgas, viel zu wertvoll um es einfach nur zu verheizen……….

Egal ob Wasserstoff und/oder Batterie, anhand dieser Energieeffizienz sollte der Verbrenner in heutiger Form keine Zukunft mehr haben, die höheren Energiepreise sollten dazu verwendet werden, dass auch die nachfolgenden Generationen in Frieden auf unseren Planeten leben können. Die weit verbreitete «Heut ist Heut und Morgen ist Morgen» Mentalität» bzw. «wer Ko, der Ko» Mentalität führt uns global betrachtet ins Desaster.

Es geht jetzt nicht darum Euch die Freude auf Davos zu vermiesen, jedoch die Problematik des Energiesparens liegt weitaus tiefer. Jeder soll oder kann sich Gedanken darüber machen wie man global das Problem lösen könnte.

Fazit:

Liebe Davospicturesfreunde, eir leben in einer der grossartigsten Naturlandschaften dieser Welt, und für uns aus Davos ist es im Prinzip das wichtigste Kapital für die Zukunft der nächsten Generation. Betrachtet dies nicht als Meinungsgvorlage, sondern als Grundlage zu Diskusionen und zu Vorschlägen, die jeden einzelnen egal wo auf dem Planeten betreffen sollte.

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