
Das Wandergebiet von Davospictures reicht vom Silvrettasee im Montafon/Österreich bis zum Landwasserviadukt bei Filisur. Die Wanderungen in Höhenlagen von 1000 m bis 3145 m und zum grossteil in hochalpinen Gelände oft ohne Mobilfunkempfang. Trittsicherheit, Schwindelfreiheit, alpine Erfahrung sind bei vielen Wanderungen nötig. Jeder Wanderer ist hier auf sich alleine gestellt. Allen muss klar sein, in der freien Natur gibt es keine Vollkasko- oder Rechtschutzversicherung, welche die Eigenverantwortung ersetzt.
Smiliesbewertung von Davospictures:
Panorama / Natur:
![]() | Siedlungsgbiet |
![]() | Meist Talboden |
![]() | Schattige Wanderung in der Waldzone |
![]() | Lohnenswerte Tour z. T. Waldzone |
![]() | sehr Lohnenswerte Tour |
| Einzigartiges Panorama in grandioser Naturlandschaft. |
Kondition:
![]() | fällt unter extremeHardcoretour nur für Geübte, viele Höhenmeter auf kurzer Distanz und sehr lange Strecke |
![]() | Hardcoretour……..nicht ohne…. entweder viele Höhenmeter auf kurzer Distanz oder sehr lange Strecke |
| Durchschnittlich mit Training viele Höhenmeter (längere moderate Anstiege und Strecke) |
![]() | Durchschnitt ohne Training (Anstiege und Strecke etwas länger) |
![]() | fällt noch unter Verdauungsrunde oder zum Aklimatisieren (längerer Spaziergang) wenig Höhenunterschiede |
![]() | wenn es gemütlich sein soll (Spaziergang) kaum Höhenunterschiede |
Weg:
| T4/T5 |
| T4 |
![]() | T3/T4 |
![]() | T3 |
![]() | T2 |
| T1/T2 |
Schwierigkeit:
| Nur für Experten |
| Trittsicherheit/Schwindelfreiheit unbedingt erforderlich/Orientierungssinn, weglos, ohne Seilsicherung, Absturzgefahr |
![]() | Ausgesetzte Stellen mit Absturzgefahr zum Teil Seilsicherung |
| Trittsicherheit und Schwindelfreiheit mit entsprechender Vorsicht |
![]() | im Grunde gefahrlos zu gehen, jedoch geeignetes Schuhwerk erforderlich |
| keine alpine Gefahren |
Für Kinder:
Eine altersmässige Einschätzung ist bei Kindern- und Jugendlichen nicht möglich. Es ist Sache der Eltern die Fähigkeiten Ihres Nachwuchses einzuschätzen.
![]() | Hochalpines Wandern, Kenntnisse in Sicherungstechnik nötig, Beurteilung liegt bei den Eltern |
![]() | Alpines Wandern, Gefahreinschätzung und Beurteilung liegt bei den Eltern |
![]() | anspruchsvolles Wandern, Gefahreinschätzung und Beurteilung liegt bei den Eltern |
![]() | normales Wandern, Gefahreinschätzung und Beurteilung liegt bei den Eltern–> kann durchaus noch eine Familienwanderung sein |
![]() | Familienwanderung mit Klinkindern, Gefahreinschätzung und Beurteilung liegt bei den Eltern |
![]() | Familienwanderung mit Kleinkindern, unter Umständen mit –> geländegängigen Kinderwagen |
Berechnung der Gehzeit
29.07.2022
Wer die Dauer seiner Bergtour berechnen möchte, muss verschiedene Faktoren berücksichtigen. Welche das sind und wie man mit ihnen die Gehzeit berechnet?

Erste Schritte
Für die Berechnung der Gehzeit spielen zwei Schlüsselfaktoren eine Rolle: Höhenmeter und Strecke. Beide Werte müssen sowohl für den Auf- als auch für den Abstieg berücksichtigt werden. Die alpinen Vereine haben sich zur Berechnung auf ein standardisiertes Verfahren verständigt und arbeiten mit ermittelten Durchschnittszeiten, die als grobe Richtlinie für die Dauer der geplanten Tour herangezogen werden.
Wer viel und oft am Berg unterwegs ist, kann statt der angegebenen Durchschnittswerte freilich auf seine persönlichen Erfahrungswerte zurückgreifen. Die tatsächliche Gehzeit schwankt jedenfalls je nach Tempo des Bergsteigers und Widrigkeiten im Gelände – und ist damit abhängig von weiteren Faktoren wie Alter, Kondition, Gelände, Wetter und Höhenlage.
Die Formel zur Berechnung der Gehzeit
Das Berechnungsmodell der alpinen Vereine geht davon aus, dass ein Bergsteiger in einer Stunde durchschnittlich 300 Höhenmeter im Aufstieg, 500 Höhenmeter im Abstieg und 4 km in der Ebene bewältigt.
Basierend darauf wird die Gehzeit wie folgt ermittelt:
- Zeit für Horizontal- und Vertikalentfernung berechnen
- Den kleineren der beiden Werte halbieren
- Den halbierten Wert zum größeren Wert addieren
Beispiel
Die geplante Tour ist mit 1.200 Höhenmetern und 12 Kilometern angegeben.
1. Zunächst wird die Vertikaldistanz berechnet: Nachdem man für 300 Höhenmeter durchschnittlich 1 Stunde Gehzeit einkalkulieren muss, ergibt sich für einen Anstieg über 1.200 Höhenmeter eine Dauer von 4 Stunden. Allerdings muss man diese Höhenmeter ja auch wieder bergab gehen. Im Abstieg schafft man pro Stunde durchschnittlich 500 Höhenmeter. Heißt also: Für 1.200 Höhenmeter im Abstieg muss man mit einer Gehzeit von 2 Stunden und 24 Minuten rechnen. Ergibt also insgesamt: 4 h Aufstieg + 2 h 24 Abstieg = 6 Stunden und 24 Minuten.
2. Im zweiten Schritt wird die Horizontaldistanz berechnet: Nachdem man pro Stunde rund 4 Kilometer zurücklegt, benötigt man für 12 Kilometer 3 Stunden. Zumeist bezieht sich die Kilometerangabe in Tourenbeschreibungen – anders als die Höhenmeter-Angaben – auf die gesamte Strecke, also auf die Summe von Auf- und Abstieg. Insofern muss in unserem Beispiel der Abstieg nicht noch zusätzlich eingerechnet werden.
3. Nun wird der kleinere der beiden Werte halbiert. In unserem Fall also die Horizontaldistanz von 3 Stunden. Das ergibt: 1 Stunde und 30 Minuten.
4. Dieser halbierte Wert wird nun der Vertikaldistanz hinzugerechnet: 6 h 24 + 1 h 30 = 7 Stunden und 54 Minuten.
Ergebnis: Für die Tour müssen also insgesamt 7 Stunden und 54 Minuten eingerechnet werden.
Tipp
Es empfiehlt sich, der errechneten Zeit mindestens eine zusätzliche Puffer-Stunde hinzuzurechnen. Immerhin möchte man ja auch Pausen einlegen und auf etwaige unerwartete Hindernisse mit entsprechendem Zeitfenster reagieren können.
SAC-Wanderskala

Die SAC-Wanderskala (SAC-Berg- und Alpinwanderskala) dient der Bewertung von Bergwanderwegen und wurde 2002 durch den Schweizer Alpen-Club (SAC) eingeführt. Sie ist in sechs verschiedene Grade eingeteilt: T1 (leichteste) bis T6 (schwierigste), wobei «T» für «Trekking» steht.
| Grad | Weg/Gelände | Anforderungen | Beispiele |
|---|---|---|---|
| T1 Wandern | Weg gut gebahnt. Falls vorhanden, sind exponierte Stellen sehr gut gesichert. Absturzgefahr kann bei normalem Verhalten weitgehend ausgeschlossen werden. Falls nach SWW-Normen markiert: gelb. | Keine, auch mit Turnschuhen geeignet. Orientierung problemlos, in der Regel auch ohne Karte möglich. | Wasserfall Sertig, Davoser See Rundweg |
| T2 Bergwandern | Weg mit durchgehendem Trassee. Gelände teilweise steil, Absturzgefahr nicht ausgeschlossen. Falls nach SWW-Normen markiert: weiss-rot-weiss. | Etwas Trittsicherheit. Trekkingschuhe sind empfehlenswert. Elementares Orientierungsvermögen. | Panoramaweg, Felsenweg |
| T3 anspruchsvolles Bergwandern | Weg am Boden nicht unbedingt durchgehend sichtbar. Ausgesetzte Stellen können mit Seilen oder Ketten gesichert sein. Eventuell braucht man die Hände fürs Gleichgewicht. Zum Teil exponierte Stellen mit Absturzgefahr, Geröllflächen, weglose Schrofen. Falls nach SWW-Normen markiert: weiss-rot-weiss. | Gute Trittsicherheit. Gute Trekkingschuhe. Durchschnittliches Orientierungsvermögen. Elementare alpine Erfahrung. | Schwarzhorn, Jöriseen |
| T4 Alpinwandern | Wegspur nicht zwingend vorhanden. An gewissen Stellen braucht es die Hände zum Vorwärtskommen. Gelände bereits recht exponiert, heikle Grashalden, Schrofen, einfache Firnfelder und apere Gletscherpassagen. Falls nach SWW-Normen markiert: weiss-blau-weiss. Hinweis: Ältere Wege mit dem Schwierigkeitsgrad T4 sind heute noch oft mit Rot-Weiss-Rot markiert. | Vertrautheit mit exponiertem Gelände. Stabile Trekkingschuhe. Gewisse Geländebeurteilung und gutes Orientierungsvermögen. Alpine Erfahrung. Bei Wettersturz kann ein Rückzug schwierig werden. | Valbellahorn, Davoser Büelenhorn |
| T5 anspruchsvolles Alpinwandern | Oft weglos. Einzelne einfache Kletterstellen. Exponiert, anspruchsvolles Gelände, steile Schrofen. Apere Gletscher und Firnfelder mit Ausrutschgefahr. Falls markiert: weiss-blau-weiss. | Bergschuhe. Sichere Geländebeurteilung und sehr gutes Orientierungsvermögen. Gute Alpinerfahrung im hochalpinen Gelände. Elementare Kenntnisse im Umgang mit Pickel und Seil. | Älplihorn Hauptgipfel Flüela Weisshorn Leidbachhorn Hauptgipfel |
| T6 schwieriges Alpinwandern | Meist weglos. Kletterstellen bis II. Häufig sehr exponiert. Heikles Schrofengelände. Apere Gletscher mit erhöhter Ausrutschgefahr. Meist nicht markiert. | Ausgezeichnetes Orientierungsvermögen. Ausgereifte Alpinerfahrung und Vertrautheit im Umgang mit alpintechischen Hilfsmitteln. | für mich nicht geeignet |
Die Touren im Bereich des Berg- und Alpinwanderns werden jeweils unter der Annahme günstiger Verhältnisse bewertet, also bei guter Witterung und Sicht, trockenem Gelände, geeigneter Schnee- und Firnbedeckung usw. Eine Route muss nicht alle Kriterien erfüllen, um entsprechend eingeordnet zu werden. Zum Beispiel kann eine T4-Route einen durchgehenden, gut sichtbaren Weg aufweisen. Dazu richtet sich die Bewertung jeweils nach den heikelsten Stellen der Route, den sogenannten Schlüsselstellen.Beispiel Valbellahorn: Wäre als T3 gut zu gehen, jedoch die Schlüsselstelle am Schluss (20 HM) und die fehlende Markierung trotz gut einsehbaren Weg als T4 klassifiziert.
Die Kunst des Kartenlesens
Zu unserer Schulzeit gehörte es zur Allgemeinbildung zu lernen, sich auf Landkarten zurechtzufinden. Leider sind heute die Prioritäten ganz woanders.
Nicht alle Wanderungen bei Davospictures sind markiert und beschildert oft auch weglos. Entsprechende Detailkarten sind trotz GPS und Smartphone schon bei der Wandervorbereitung notwendig, und für die Wanderung in analoger Form mitzuführen. Kartenlesen ist eine Kunst, die aber jeder lernen kann.
Bei einen Massstab von 1:50.000 entsprechen 2 cm etwa einen Kilometer. Generell ist auf der Karte Norden immer oben, Osten rechts und Westen links. Die Sonne steht am Morgen im Osten Mittags im Süden und Abends im Westen. Alte Kirchen haben oft den Turm im Westen und den Chor mit Altar im Osten. Die Westseite (Wetterseite) von frei stehenden Bäumen und Steinen ist oft mit Moos bewachsen.
Wir legen die Karte an einen möglichst guten Aussichtspunkt so hin, wie sie der Landschaft entspricht. Merkpunkte sind Siedlungen, Strassen, Gewässer, markante bekannte Gipfel oder Täler. Insbesondere «T4» Wanderungen verlangen einen gewissen alpinen Orientierungssinn, man muss in der Lage sein, Punkte auf der Karte bis auf wenige hundert Meter auf der geplanten Wanderroute in der Natur zu übertragen.
Je enger die Höhenlinien zusammenliegen, desto steiler ist das Gelände, Enges Wege-Zick-Zack = steiles Gelände, die kürzeste Verbindung ist oft nicht die schnellste, bzw. konditionsschonenste. Clevere Routenwahl im weglosen Gelände ist bereits aus der Karte ersichtlich.
Tip für Familienwanderungen:
Überlassen sie Ihren Kind für eine Wegstunde Karte und Führung und greifen Sie nur im Notfall ein. Gerade grössere Kinder lassen sich von dieser anspruchsvolle Aufgabe fesseln und beginnen dabei die Routine, ohne die kein guter Kartenleser auskommt, auch im Navi-Zeitalter!!!!!
Um die Höhenlage auch ohne GPS in Davos grob feststellen zu können, gibt es einige Tips:
Die geschlossene Waldgrenze liegt in Davos zwishcen 2000 und 2100 m, Einzelne Arven und Krüppellärchen und Latschen können noch bis auf 2250m vorkommen. Die Alpenrosen blühen hauptsächlich zwischen 1700 und 2200 m. Die Alpzone, bzw. Alpvieh finden wir bis max. 2400m. Der Talboden Davos steigt von Glaris etwa 1400 bis zum Wolfgang auf 1620m an. oberhalb von 2500m überwiegen dann Schroffen/Schutt (Steinbockzone). Das heist in der Praxis, wenn beim Abstieg die ersten Bäumchen treffe, weiss ich, dass ich noch etwa 700 Höhenmeter bis Davos habe.
Alpines Notsignal: Wenn das Handy versagt
Am Berg in eine Notlage zu kommen, das wünscht sich keiner. Noch dramatischer ist eine solche aber, wenn man kein Handy dabei hat, damit kein Netz gefunden werden kann oder der Akku leer ist. Wanderungen auf unmarkierten und wegelosen Routen ohne Mobilfunkempfang sollten generell nicht alleine unternommen werden. Dies Betrifft vor allem Silvretta-Jöriseen-Grialetsch- und Piz Kesch Region und hintere Monsteiner Kette und das «Niemandsland» zwischen Alteingrat und Wiesner Alp. Die Gipfel entlang der Hauptstrassen rund um Davos/Klosters haben fast alle Mobilfunkempfang, Sertig bis Sertig Sand und Dischma bis Dürrboden, das Schwarzhorn locker mit 4G. Bei sehr langen Wanderungen z.B. Silvrettaquerung oder Schlapinerjoch die Funknetzabdeckung des Netzanbieters mit der Wanderroute abgleichen und bei Empfangsinseln mittels Kontrollanrufen Standort durchgeben.

Bei Wanderungen insbesondere T3 und T4/T5, solltet Ihr immer aktuelles «analoges» Kartenmaterial dabei haben. Am besten die Detailkarten von «Davospictures» ausdrucken. Sie enthalten markante Höhenpunkte. Jeder Wanderer sollte in der Lage sein, seinen Standort anhand der Karte und Auge ohne GPS auf 100 Meter genau bestimmen zu können.

1. Das Handy
Der Notruf ist die einfachste und effizienteste Form, um in einer Notlage am Berg Hilfe anzufordern.
- Europäische Notrufnummer: 112
- Bergrettung Österreich: 140
- Bergrettung Schweiz: 144
- REGA Schweiz 1414
Was aber tun, wenn man kein Netz finden kann? Zunächst einmal kann folgender Trick helfen:
- Handy ausschalten.
- Wieder einschalten und gleich – statt des PIN – den Euro-Notruf 112 eingeben.
Nun sucht das Handy automatisch das stärkste Betreibernetz und gewährleistet im besten Fall das Absetzen des Notrufs. Funktioniert das nicht, scheint man sich in einem unversorgten Gebiet oder im Funkschatten zu befinden. Nun kann man entweder versuchen den Standort zu wechseln oder – wenn man verletzt ist oder die Orientierung aufgrund von Dunkelheit erschwert ist – ein alpines Notsignal absetzen.
Gut zu wissen
Beim Absetzen eines Notrufs gilt es die 6 W-Fragen zu beantworten:
- Was ist passiert?
- Wo befindet man sich / wo hat sich der Unfall ereignet?
- Wie viele Personen sind involviert?
- Wann ist der Unfall geschehen?
- Wer setzt den Notruf ab?
- Wie ist die Wetterlage?
2. Das alpine Notsignal
Kann bei einem Notfall im alpinen Gelände kein Notruf abgesetzt werden, hat man die Möglichkeit ein alpines Notsignal abzusetzen. Ein solches kann sowohl optischer als auch akustischer – oder kombinierter – Natur sein. Die Form selbst ist dabei nicht vorrangig. Entscheidend ist, dass sie Aufmerksamkeit erregt und dem international gültigen Takt folgt.
Der Takt des alpinen Notsignals:
Sechs Signale pro Minute. Eine Minute Pause. Wiederholung. Eine Minute Pause. Wiederholung. …
Die Signale können:
- optischer Natur sein und als Lichtsignale mittels Taschen- oder Stirnlampe, Kamerablitz oder Spiegel abgesetzt werden – oder:
- akustischer Natur sein und in Form von lautem Rufen oder Pfeifen (besonders effektiv mit Trillerpfeife) abgesetzt werden.
Man kann sich freilich auch mit Winken und dem Wirbeln von Kleidungsstücken oder eines Biwaksacks bemerkbar machen. Alles ist erlaubt, solange es Aufmerksamkeit erregt – und dem international genormten Takt folgt.
Wichtig ist auch, die 6 Signale pro Minute immer wieder zu wiederholen – nach jeweils einer Minute Pause –, um die Retter zum exakten Unfallort lotsen zu können.
Eine Antwort aufs alpine Notsignal:
Hat man sich erfolgreich bemerkbar gemacht, darf man eine Antwort erwarten. Eine solche erfolgt in folgender Form:
Drei Signale pro Minute. Eine Minute Pause. Wiederholung. Eine Minute Pause. Wiederholung. …
Die Antwort auf ein alpines Notsignal soll der in Bergnot befindlichen Person als Bestätigung für den Empfang seiner Notsignale dienen. Wer solche Notsignale empfängt, hat umgehend die Bergrettung zu verständigen.
Regen/Nebel/Schnee am Berg
mein Tipp:
Ich prüfe immer vor Wanderbeginn die Wetterlage im betreffenden Zeitraum mit www.wetteronline.de. Ich bin bisher meist sehr gut damit zurechtgekommen, gut Restrisiko gibts immer. Bei Unsicherheit immer nach dem ungünstigsten Fall entscheiden und eine Nummer kürzer treten. Bei aktiver Unwetterwarnung: Lieber im Bett bleiben……..
Daher empfehlen sich bei Regenwanderungen generell Touren, die talnah verlaufen (nur T1 z.B. Davoser See Rundweg) – auch um schwieriges Gelände zu umgehen. Selbst wenn es „nur“ regnet – und nicht gewittert – hat man im alpinen Gelände nichts verloren. Nasser Untergrund heißt: rutschiger Untergrund. Und der erhöht die Gefahr von Stürzen erheblich. Das Gleiche gilt bei Nebel: Oberhalb der Waldgrenze haben ortsunkundige ebenfall nichts verloren. Schon ein paar Meter vom Weg abkommen können bei Nebel schnell zum Orientierungsverlust führen. Mit Schneefällen im Hochgebirge ist auch im Hochsommer immer zu rechnen hier ebenfalls bitte in Talnähe bleiben und warten bis der Spuk vorbei ist!!!!! Wichtig: Bei Ungünstigen Bedingungen kann auch eine simple T1 Wanderung schnell zum Fiasko werden!!!!!

Sonne und Nebel nur ein paar kilometer auseinander
Der Wolfgangpass ist auch oft bei Schlechtwetter eine Wetterscheide, während es im Prättigau/Klosters/Silvretta bei Nebel und null Sicht ergiebig regnet, ist in Davos trocken bei guter Sicht. Dies trifft meisst bei ausgeprägten West-Wetterlagen zu (Windschattenseite Parsenn/Strelakette). Wenn das Tief sich auch Nordwest nähert heisst das oft auch für Davos im Gebirgsstau meist Dauerregen. Bei Südwestanströmung ist Davos dann wieder oft auf der trockenen Föhnseite. Es passiert öfters, dass der Wetterbericht für Davos Dauerregen vorhersagt, in Wahrheit aber die Sonne scheint. Das Zusammenbrechen von Föhnlagen passiert im Raum Davos oft als letztes in Nordbünden. Innerhalb von Minuten verschwinden die Berge in den Wolken und das Wetter wird unberechenbar.
Dichter Nebel ist in Davos relativ selten. Hier empfehlt es sich die Webcam vom Jakobshorn oder Weissfluhjoch zu studieren, meist ist das noch die Restfeuchte nach einen nächtlichen Gewitter, welche sich aber schnell auflösen wird. Ein paar Höhenmeter weiter oben scheint die Sonne.

Vor allem im Herbst/Winter ist Davos praktisch fast nebelfrei. Während das Unterland im Nebel versinkt ist in Davos bestes Wanderwetter. Wir sind halt den Lieben Gott a bisserl näher.
Sommergewitter
Entstehung: Sommergewitter – auch Wärmegewitter genannt – entstehen in den Alpen fast ausschließlich im Sommerhalbjahr. Dabei wird die Luft durch starke Sonneneinstrahlung erwärmt. Bodennahes Wasser verdunstet und feuchtet so die Luft an. Diese Luft steigt im Laufe des Tages in Form sogenannter Warmluftblasen auf. In größeren Höhen kühlen diese Blasen während ihres Aufstiegs langsam ab und können bei feucht-labiler Schichtung zu thermischen Gewittern führen, bevorzugt am Nachmittag und in den Abendstunden.
Oft bilden sich die ersten Gewitterzellen im hinteren Flüelatal (Jöriseen, Schwarzhorngebiet,Passhöhe), Sertigtal (Chüealptal/Ducantal) und Dischmatal im Grialetschgebiet.
Im Rahmen der Tourenvorbereitung gilt es immer einen detaillierten Wetterbericht einzuholen (z. B. wetteronline.de, wetter.com etc., mit Wetterradar/Unwetterwarnung), und einen zeitlichen Puffer einzuplanen. Insbesondere bei Touren, die unmittelbar nach einem Frontendurchzug oder mit Kaltfrontankündigung unternommen werden, muss sogar mit winterlichen Bedingungen im Hochgebirge gerechnet werden.
Die Wolkenbildung sollte man stets im Blick behalten – bilden sich bereits am späteren Vormittag dichte Wolken, sollte man eine Verkürzung seiner Tour in Erwägung ziehen, denn bei Gewitter hat man am Berg nichts verloren!
Als Wanderer denoch in ein Gewitter zu geraten, gehört zu den denkbar ungünstigsten Szenarien am Berg.

Wer am Berg von einem Gewitter überrascht wird, sollte exponierte Stellen meiden. Ausgesetzte Flächen, Gipfel und Grate gilt es umgehend zu verlassen.
Blitzmagnet Stahlseilsicherung: Wer am Klettersteig unterwegs ist, sollte unbedingt den nächstmöglichen Ausstieg nehmen!
Buchen sollst du suchen, Eichen sollst du weichen?
Nein. Diese Bauernweisheit ist zumindest teilweise falsch. Eichen gilt es zwar zu weichen, Buchen aber auch. Kurzum: jeder Baum stellt eine potenzielle Gefahr bei Gewittern dar.

Gewitter überstehen: So geht‘s richtig
- Eine möglichst freie Fläche, etwa eine Almwiese, aufsuchen und
- (idealerweise in einer kleinen Mulde) auf einer isolierten Unterlage, beispielsweise einem Rucksack oder Kletterseil, in Hockestellung gehen.
- Beine anziehen, zusammenkauern und:
- Das Gewitter abwarten.
Generell gilt: Man kann ein Unfallrisiko nie ausschliessen, nur das Risiko durch das Verhalten minimieren. Manchmal reicht es schon aus, zum falschen Zeitpunkt am falschen Ort zu sein.
Vorsicht Steinschlag…..

Während man bei den T4-Wanderungen meist selber den Idealweg finden muss, geht man bei markierten Wegen meist davon aus, dass der Weg vor Naturgefahren weitgehend sicher sein sollte. Während Siedlungsgebiete und Verkehrswege mit grossen Aufwand durch Verbauungen oder Gallerien geschützt werden, sind die meisten Wanderwege den Naturgefahren (Unwetter, Muren, Lawienen, Hochwasser, Steinschlag etc.) ausgesetzt, eine bauliche Sicherung würde in keinen Verhältnis zum Nutzen sein. Hundert Prozent Sicherheit sind letztendlich nirgends möglich.

Es gibt durchaus Wegabschnitte durch Tobel, die jedes Frühjahr stellenweise nach jeden grösseren Unwetter neu angelegt werden müssen. Während eines Unwetters sind solche Passagen strikt zu meiden. Während z.B. Felsenweg oder Panoramaweg regelmässig unterhalten werden, sind weniger frequentierte Wege oft tagelang nicht passierbar (z.B. Drosstobel oder Breitrüfi) Auch bei schönsten Wetter sind Tobelquerungen ohne Pause zügig zu durchqueren. Wer unbedingt eine Zigarette braucht, entweder vorher oder nachher!!!!! Mit entgegenkommenden Wanderern oder Bikern Blickkontakt suchen und wie beim Strassenverkehr bei Engstellen Kreuzungen im Gefahrenbereich vermeiden. Biker bitte Vortritt lassen!!!!
Mutterkuhherden

Wanderwege führen ab und zu auch über Weiden. Beim Betreten von Weiden ist daher unbedingt auf die Tiere – Rinder, Schafe, oder Herdenschutzhunde – und deren Verhalten zu achten. Wenn man als Wanderer und Wanderin ein paar Grundregeln beachtet, sollten allfällige Begegnungen zwischen Mensch und Tier friedlich verlaufen.
Respekt vor den Mutterkühen

Wie niedlich diese Kälbchen doch sind, die mitten in der Kuhherde in der Nähe des Bergwanderwegs stehen! Dies liesse einen fast vergessen, dass man sich in deren Terrain begibt, wenn man sich ihnen nähert oder sie sogar streicheln möchte. Mutterkühe, die bis zu 600 Kilo wiegen können, verteidigen ihre Nachkömmlinge gegen jede gefühlte Attacke. Durch Laufstall- und Freilandhaltung sind Rinder (Kälber, Kühe und Stiere) vermehrt auf Weiden anzutreffen.
Hunde an die Leine

In so genannten Mutterkuhherden können Kühe, Kälber und Stiere auf derselben Weide, wie es ihrer Natur entspricht. Bei der Begegnung mit einer Kuhherde besteht vor allem für Hunde ein erhöhtes Risiko: In der freien Natur fressen Wölfe regelmässig Kälber von wildlebenden Verwandten unserer Hausrinder, deshalb haben Kühe einen starken Verteidigungsinstinkt gegen alles Wolfsähnliche.
Wenn immer möglich, sollte man langsam und ruhig einen Umweg um die Herde machen und ihr nach Möglichkeit ausweichen, denn Kühe greifen nicht einzeln, sondern als Herde an.
Verhaltensregeln bei der Begegnung
- Wenn Sie eine Weide betreten…
Beachten Sie die Informationstafeln. Verhalten Sie sich ruhig, scheuchen Sie die Tiere nicht auf und verängstigen Sie sie nicht. Schliessen Sie das Gatter und folgen Sie dem Wanderweg auf der Weide. Im Allgemeinen sind Kühe neugierig und nicht gefährlich.
- Wenn die Kühe Ihnen den Weg versperren…
Bleiben Sie ruhig. Bleiben Sie wenn möglich auf dem Wanderweg. Stehen Kühe auf dem Wanderweg, halten Sie Abstand zu ihnen und gehen Sie lieber um die Herde herum als mitten durch. Erschrecken Sie die Tiere nicht und drehen Sie ihnen nicht den Rücken zu.
- Wenn Sie Ihren eigenen Hund dabei haben…
Nehmen Sie ihn an die Leine und halten Sie ihn unter Kontrolle. Hunde erregen bei Kühen, Rindern und Stieren erhöhte Aufmerksamkeit und wecken ein Abwehrverhalten. Nehmen Sie Ihren Hund auf die der Herde abgewandte Seite, so dass er nicht sichtbar ist. Falls Kühe Ihren angeleinten Hund angreifen, lassen Sie ihn los, damit er fliehen kann. Ein Hund ist meist schnell genug, um einem Kuhangriff auszuweichen.
- Wenn die Kühe sich drohend oder gar aggressiv verhalten…
Drohgebärden von Kühen zeichnen sich durch Heben und Senken des Kopfes, Schnauben, Scharren und Brüllen aus. Bemerken Sie diese Alarmsignale, verlassen Sie die Weide langsam rückwärts. Schnelle Bewegungen wirken auf Kühe bedrohlich.

Beachten Sie die Warntafeln bei den Tieren.
Wölfe rund um Davos
In Graubünden leben aktuell insgesamt 94 Wölfe, davon etwa 10 rund um Davos. Wölfe sind grundsätzlich scheue Tiere und meiden den Menschen. Begegnungen mit dem Wolf sind deshalb selten. Dennoch sollten einige Dinge beachtet werden, wenn man in einem Wolfsgebiet unterwegs ist.

Wölfe sind grundsätzlich scheue Tiere und meiden den Menschen. Dank ihrem gut ausgepräg-
ten Geruchs- und Gehörsinn bemerken sie uns meistens viel früher als wir sie und weichen uns
aus. Ein Zusammentreffen von Mensch und Wolf ist deshalb höchst selten. Dennoch sollten folgende Dinge beachtet werden, wenn man in einem Wolfsgebiet unterwegs ist.
Was ist zu beachten, wenn man im Wolfsgebiet unterwegs ist?
Freizeitaktivitäten sollen grundsätzlich auf ausgewiesenen Wegen und Plätzen stattfinden. Die Lebensräume sämtlicher Wildtiere sollen respektiert werden.
Achten Sie darauf, dass Wölfe nicht von offen zugänglicher, potenzieller Nahrung angelockt werden (beispielsweise von Abfall mit für den Wolf verwertbaren Resten). Entsorgen Sie keine Essensreste im Wald (z.B. bei Grillplätzen), auch wenn die Menge klein ist. Dies gilt auch für das Campieren im Wolfsgebiet.
Wölfe können Hunde als Eindringlinge oder Beutetiere betrachten. Halten Sie ihren Hund
immer unter persönlicher Kontrolle oder leinen Sie ihn an.
Was tun, wenn ich einem Wolf begegne?
Bleiben Sie ruhig stehen und versuchen Sie die Situation zu erfassen. Bemerkt Sie der
Wolf, zieht er sich in aller Regel zurück oder flieht.
Wenn der Wolf nicht umgehend flieht, machen Sie mit bestimmter Stimme auf sich aufmerksam.
Ziehen Sie sich langsam zurück, der Wolf wird sie beobachten oder flüchtet direkt.
Versuchen Sie auf keinen Fall sich dem Wolf zu nähern, auch nicht für Fotos.
Verfolgen Sie niemals einen Wolf.
Melden Sie Wölfe mit auffälligem Verhalten oder geringer Scheu umgehend dem Wildhüter. Alle Freizeitaktivitäten sind weiterhin möglich!
Werden die Verhaltensregeln eingehalten, besteht für Wanderer, Mountainbiker oder Tourenskifahrer keine Gefahr. Diese Freizeitaktivitäten können wie bisher ausgeführt werden.
Auch für Kinder, die im Wald spielen, besteht dann kaum eine Gefahr
Quelle:
Amt für Jagd und Fischerei Graubünden, Loëstrasse 14, 7001 Chur
Tel. +41 81 257 38 92, Fax +41 81 257 21 89, info@ajf.gr.ch, www.ajf.gr.ch
Wolfsichtungen sollten bei den zuständigen Wildhütern umgehend gemeldet werden:

Eine garantierte absolute Sicherheit kann logischerweise von niemanden garantiert werden. es ist jeder für sich selbst verantwortlich!!!!!!
Da der Wolf der Stammvater aller Hunderassen ist, können einige Kläffer dem Wolf noch sehr ähnlich sein. Doch anhand einfacher Merkmale könnt ihr den Wolf sicher vom Hund unterscheiden

Kennzeichen: Fell und Kot
Der Wolf hat ein graugelbes bis graubraunes Fell, das auf den Schultern und am Rücken einen dunklen Bereich aufweist. Die Beine sind lang, und die Pfoten besonders groß. Der Schwanz, der auch Rute genannt wird, ist lang, buschig und gerade. Der breite Kopf hat einen hell abgesetzten Bereich um die Schnauze, und die Ohren sind recht klein und dreieckig.
Losung
Wölfe hinterlassen ihren Kot oft auf Wegen und Kreuzungen. Dabei setzen sie ihr Häufchen auch gerne auf erhöhten Stellen ab. Der Kot enthält meist Haare und Knochenstücke von Beutetieren und ist etwa 2,5 cm dick.
Pfoten und Spuren
Die Spuren der Wölfe sind sehr regelmäßig geformt und länglich, wobei die dicken Krallen deutlich zu erkennen sind. Die Vorderpfoten sind etwa 9 cm lang und 8 cm breit, die Hinterpfoten um etwa 1 cm kürzer und schmaler. Viele große Hunderassen haben ähnlich große Pfoten, doch die Abdrücke sind meist deutlich runder, sodass sie gut von Wolfsspuren zu unterscheiden sind.
Wenn Wölfe laufen, setzten sie meist die Hinterpfoten in die Spur der Vorderpfoten. Diese typische Gangart der Wölfe nennt der Experte «geschnürten Trab». Auch Füchse laufen auf diese Weise durch den Wald. Die Spur ist «schnurgerade» und verläuft nur mit wenigen Schlenkern.
Fast alle Hunderassen «schnüren» dagegen nur im tiefen Schnee, sodass das Spurbild ein gutes Unterscheidungsmerkmal von Wolf und Hund ist. Natürlich können die Wölfe aber auch andere Gangarten anwenden wie beispielsweise den «schrägen Trab». Dann setzen sie die Hinterpfoten vor die Vorderpfoten. Diese Spuren sind deutlich schwerer von denen großer Hunde zu unterscheiden.




























