Silvretta Gletscherpfad Wanderung Nr. 122

Alp Sardasca – Silvrettahütte – Silvrettagletscher – Alp Sadasca (Rundwanderung)

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Silvrettagletscher

Der Silvrettagletscher ist ein etwas mehr als 3 km langer und rund 1 km breiter Alpengletscher im Nordosten des Kantons Graubünden. Mit einer Fläche von etwa 2,8 km² ist er der grösste Gletscher in der Silvrettagruppe. Der Silvrettagletscher entsteht an der Südwestflanke des Silvrettahorns und fließt nach Westen, wobei er im Norden vom Gletscherrücken, einem Felsgrat, welcher in der Rotfluh (3166 m) gipfelt, und über den die Landesgrenze zwischen der Schweiz und Österreich verläuft, und im Süden vom Kamm der Chremerchöpfe flankiert wird. Die Rotfluhlücke (ca. 3060 m) bietet einen Übergang zum nördlich gelegenem Klostertaler Gletscher. Im Südosten hängt der Silvrettagletscher über den hochalpinen, eisbedeckten Silvrettapass (ehemals 3003 m ü. M.) mit dem Gletscher La Cudera, der im unteren Teil Vadret Tiatscha heißt, zusammen. (Vadret ist der rätoromanische Name für Gletscher.) Durch die Erwärmung der Atmosphäre ist die Passhöhe inzwischen (2019) auf 2987 m abgeschmolzen. Der Silvrettapass bildet auch die Wasserscheide zwischen Rhein und Donau.

Silvrettagletscher von der Tällispitz aus gesehen

Vom Silvrettagletscher wird der Verstanclabach, ein Quellbach der Landquart, gespeist. Seit seinem Hochstand um 1860 während der Kleinen Eiszeit hat sich der Gletscher um etwas mehr als 1 km zurückgezogen. In der vom Gletscher hinterlassenen Moränenlandschaft sind seither mehrere kleine Seen entstanden. Unterhalb der Gletscherzunge steht auf 2341 m ü. M. die Silvrettahütte des Schweizer Alpen-Clubs, Ausgangspunkt für ausgedehnte hochalpine Gletscher- und Bergtouren.

Blick von der Roten Furka auf dem Silvrettagletscher

Seit 1956 werden von der ETH Zürich jährlich Daten aufgenommen. Seit Messbeginn bis ins Jahr 2011 wurde ein Rückgang des Gletschers um 328 Meter festgestellt. Seit 1960 wird jährlich die Massenbilanz des Gletschers ermittelt. Dies ist die längste lückenlose heute noch fortgeführte Messreihe eines Schweizer Gletschers.

Silvretta Gletscherpfad (T3)

Silvretta Gletscherpfad
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Zunge des Silvrettagletschers, über dem See in der Mitte die Silvrettahütte, links oben das Pischahorn
Länge11 km
Betreut durchSchweizMobil
Markierungszeichenrotweissrot
StartpunktAlp Sardasca 1650m
ZielpunktAlp Sardasca 1650m
TypBergweg T3
Höhenunterschied1100 m (auf & ab)
Höchster Punkt2561 m ü. M.
Niedrigster Punkt1650 m ü. M.
Schwierigkeitsgradmittel
BesonderheitenLehrpfad

Der Wanderweg startet in Sardasca (1644 m ü. M.) östlich oberhalb von Klosters und führt zunächst zur Silvrettahütte (2341 m ü. M.). Hier startet der eigentliche Gletscherlehrpfad als Rundweg, der zur Hütte zurück und auf dem Anstiegsweg wieder ins Tal hinab führt. In Gletschernähe erreicht man den höchsten Punkt (2561 m ü. M.), wo man nicht mehr weit von der Rote Furka (Landesgrenze) entfernt ist und ins Klostertal hinabsteigen könnte (Wanderung Nr. 127).

Gletscherrundweg, Tafel 1

Der Gesamtweg ist elf Kilometer lang, wobei man 1100 Höhenmeter auf- und abzusteigen hat. Es wird eine Wanderzeit von fünf Stunden und zehn Minuten angegeben. Für den Gletscherrundweg, welcher vier Kilometer lang und mit 15 Informationstafeln ausgestattet ist, wird eine Gehzeit von 1½ Stunden genannt.

Beim Abstieg vom nördlichsten Punkt zur Hütte gibt es einen Abzweig (2434 m ü. M.), von dem man durch das Galtürtelli zum Startpunkt zurückkehren kann, was den Weg nach Sardasca um 900 Meter verkürzt –> Siehe Karte oben!!!!

Bis Parkplatz Monbiel (sieben Kilometer westlich und 330 Höhenmeter unter dem Startpunkt) kann man mit einem Bus von Klosters oder dem eigenen PKW gelangen, bis zur Alp Sardasca sich mit dem Bustaxi (Gotschnataxi ab Bahnhof Klosters mit vorheiger Reservierung) fahren lassen.

Wichtig: Das Betreten eines Gletschers nur mit entsprechender Bergerfahrung und Ausrüstung!!!!!!!

Im Silvrettagebiet sind die Talorte relativ weit entfernt. Mobilfunkempfang ist daher meist nicht möglich. Deshalb auf sichere Wetterlagen achten, und genügend Proviant und Reserven in den Gehzeiten einrechnen. Bei Gefahrensituationen unverzüglich die Schutzhütten (Fergenhütte, Seetalhütte, Silvrettahütte, Klostertaler Umwelthütte) aufsuchen. Wenn möglich nicht alleine gehen, entsprechendes Kartenmaterial in analoger Form erforderlich.