Weissfluhjoch – Felsenweg – Strelapass – Sapün(Heimeli) – Tritt – Latschüelfurga – Podestatenalp – Schatzalp
Eine landschaftlich sehr schöne Tagestour, die viel Ausdauer und Kondition erfordert. Das Highlight ist die etwa 45 Höhenmeter hohe Treppe (220 Stufen) , die zwar seilversichert ist, aber eine Portion Schwindelfreiheit abverlangt. Wer mit den Händen in der Hosentasche locker T3-Wanderungen stemmt, der dürfte hier keine Probleme haben.






Start: Weissfluhjoch Bergstation 2. Sektion Parsennbahn 2640m
Ziel: Schatzalp 1861m
Dauer: Weissfluhjoch – Strelapass 1 h, Strelapass – Sapün 1,5 h Sapün – Punkt 2072 1 h Punkt 2072 – Latschüelfurgga 1,5 h, Latschüelfurgga – Schatzalp 1,5 h, macht zusammen 6,5 h
Höhenunterschied: 1380HM bergab und 550HM bergauf
Weg: Weg ist sehr gut markiert und beschildert (Nur einmal fehlt die Beschilderung Richtung Tritt). Felsenweg ab Punkt 2449m gegen Absturz gesichert, sollte bei Schlechtwetter und Regen gemieden werden (Schiahornflanke). Abstieg von Strelapass bis Punkt 2060m sehr steil und rutschig (Kniescheibenschinder) Aufstieg Latschüelfurgga relativ gut zu gehen, jedoch die Schlüsselstelle Tritt erfordert Schwindelfreiheit. Abstieg von Latschüelfurgga bis Schatzalp «relativ» bequem zu gehen. Klassifizierung T3!!!!!
Einkehrmöglichkeit:
- Weissfluhjoch
- Strelapass
- Heimeli/Sapün
- Schatzalp

Vom Weissfluhjoch der Beschilderung Richtung Felsenweg/Strelapass folgen.































Der Strelapass war seit dem 14. Jahrhundert eine der klassischen Routen der Walser. Von ihm her wurden Arosa, Langwies und das gesamte hintere, das sog. innere Schanfigg besiedelt. Der Name Strela leitet sich von lateinisch striga beziehungsweise rätoromanisch stria (Hexe) ab. Während des Baus der Arosabahn erwarb der Planer derselben, der Churer Ingenieur Robert Wildberger, die Konzession zum Bau einer weiterführenden Zahnradbahn vom Bahnhof Langwies über den Strelapass nach Davos. Der Ausbruch des Ersten Weltkriegs verhinderte jedoch die Realisierung dieses Vorhabens.
Diverse Projekte – letztmals anfangs der 1970er-Jahre – den Strelapass zur befahrbaren Passstrasse auszubauen oder ihn zwischen Sapün Jatz und der Schatzalp mit einem Tunnel zu unterfahren, wurden aufgegeben. Stattdessen wurde im Zuge einer kantonalen Bündner Projektstudie die Machbarkeit eines tälerverbindenden Eisenbahntunnels zwischen Arosa und Davos beziehungsweise Langwies und Davos geprüft. Die letztgenannte Variante würde recht genau unter der Linie des Strelapasses verlaufen. Angesichts knapper Finanzen hat die Graubündner Regierung ein solches Vorhaben allerdings nicht als prioritär eingestuft.





























Ab Beginn des 18. Jahrhunderts gab es in Sapün eine Schule. 1848 wurde durch die Nachbarschaft Sapün das Schulhaus gebaut. Bis 1873 wurde darin regelmässig Schule gehalten. Seither mussten die Sapüner Kinder nach Langwies Platz zur Schule. Im Untergeschoss des Schulhauses wurde bis 1898 eine genossenschaftlich organisierte Sennerei geführt. 1963 richtete man dort eine Dorfwäscherei ein.
1875 erhielt Sapün eine PTT-Postablage und 1886 die Zufahrtsstrasse von Langwies Platz entlang des Sapünerbaches. 1920 baute das Elektrizitätswerk Davos eine Starkstromleitung von Davos über den Strelapass nach Lüen. Bei dieser Gelegenheit wurde Sapün elektrifiziert. Seit 1969 erfolgt die elektrische Versorgung durch das Elektrizitätswerk Arosa. Die Davos Klosters Bergbahnen AG betreibt im Sapün mit der Luftseilbahn Weissfluhgipfel und dem Skilift Hauptertäli zwei Wintersportanlagen.
Das heute einzige ganzjährig bewohnte Gebäude ist das Berggasthaus Heimeli auf Jatz am Schanfigger Höhenweg, ein typisches Walserhaus mit Baujahr 1707, das sommers wie winters für Bewirtung und Übernachtungen offensteht. Sapün Dörfji zähltzu den Langwieser Ortsbildern von nationaler Bedeutung




































Die Latschüelfurgga 2404m gehört zur Strelakette, einem Gebirgszug der Plessuralpen. Sie befindet sich zwischen der Chüpfenflue im Norden und dem Wannengrat im Süden und verbindet die zwei Mulden von Vorder Latschüel im Osten und Hinter Latschüel im Westen. Nördlich von Hinter Latschüel befindet sich auf 2326 m der Tritt, eine 200 m hohe Steilstufe zwischen der Chüpfenflue und der Mederger Flue. Der Bergweg von Langwies/Arosa zur Latschüelfurgga verläuft mitten durch den Tritt. Über den Tritt verläuft die Gemeindegrenze zwischen Davos und Arosa. Die Passhöhe der Latschüelfurgga befindet sich auf Davoser Gemeindegebiet. Häufige Ausgangspunkte zur Latschüelfurgga sind die Schatzalp und Sapün.
































wir gehen den breiten und relativ flachen Weg in etwa 15 Minuten bergab zur Schatzalp.
Fazit:
Gut die Treppe (220 Stufen) ist nicht jedermanns Sache, aber landschschaftlich eine der Top-Touren, die auch in das Schanfigg führt. mit 6,5 Std jedoch anstrengend und die Höhenunterschiede sind auch nicht ohne. Gewiss eine Tour die einen bleibenden Eindruck hinterlässt.
