Grüenbödeli – Hohliecht – Militärweg – Gatschieferspitze – Gratwanderung bis Hohliecht – Grüenbödeli T4

Die sehr aussichtsreiche Wanderung auf die Gatschieferspitze gehört zweifellos zu den Dingen, die man einfach erleben muss. Für den aufstieg sollte man gut drei bis vier Stunden rechnen, so das man inklusive Abstieg ohne Pausen mit sechs bis sieben Stunden auskommt.

Ab Hohliecht bis zum Punkt 2488m verläuft ein alter gut gehbarer Militärweg, der für den Aufstieg ideal ist. Für den Abstieg habe ich den Gratweg gewählt, der an Schlüsselstellen Wegspuren hat. Hier ist das Panorama Richtung Klosters/Prättigau einzigartig.

Ab Punkt 2488 markieren Steinmännchen den Weg, jedoch ist hier Trittsicherheit und Schwindelfreiheit Voraussetzung. Ein gutes Auge für die richtige Routenwahl bei der Blockkletterei der letzten 120 Höhenmeter. Nur bei guter Sicht und beständiger trockener Wetterlage gehen.

Am besten sehr früh losgehen, schattiger Aufstieg. An Sonnenschutz und genug Proviant denken.
Start/Ziel: Grüenbödeli 1438m, Parkplätze in ausreichender Zahl gratis vorhanden an der Wolfgangstrasse
Kondition: Grüenbödeli 1438m, Hohliecht 2152m, Gatschieferspitze 2674m, Höhemunterschied Aufstieg 1240Hm und Abstieg 1240Hm
Dauer: 6-7 h
Weg: Bis Hohliecht Punkt 2152m sehr gut markiert und beschildert, gut zu gehen. Bis Punkt 2488m alter Militärweg unmarkiert, gut erkennbar und gut gehbar. Ab Punkt 2488m bis Gipfel weglos, Blockletterei, teilweise ausgesetzt. Abstieg Punkt 2488m bis Hohliecht über den Grat meist weglos mit einzelnen Steilstufen, die Trittsicherheit und Schwindelfreiheit verlangen –> T4
Schwierigkeit: Bis Punkt 2488m im Grundsatz ohne Gefahr zu gehen, danach Trittsicherheit und Schwindelfreiheit zwingend erforderlich, leichte Blockkletterei, teilweise ausgesetzt, Nur bei beständiger Wetterlage und guter Sicht gehen. Das Gleiche gilt für die Steilstufen beim Abstieg von Punkt 2488m über den Grat zum Hohliecht. –> T4
Einkehrmöglichkeit: Grüenbödeli


Die Fahrstrasse ins Mönchalptal geht bis Punkt 1612 relativ steil bergwärs. Eine Alternative wäre der «historische Weg» welcher in der letzten Zeit angelegt wurde. Dieser ist ebenfalls sehr steil, jedoch auf Waldboden besser zu gehen.

























Ab Rüegenhütte/Hohliecht geht es auf unmarkierten Militärpfad weiter zum Punkt 2488m. Um den Einstieg zu finden folgt man den markierten Wanderweg für etwa 100 m Richtung Mönchalp zum Punkt 2181m entsprechend der Wanderkarte oben.


















Ab dem Punkt 2488 geht es nun weglos für die nächsten 150 Höhenmeter weiter zum Gipfel.
Nun steige ich über Blöcke hoch bis etwa 2550m und quere dann unter den Felsen auf einer Gemsspur durch Schutt zum grasigen Westhang von Pt. 2588, der sich leicht ersteigen lässt.
Bis nahe zum Gratzacken mit dem grossen Steinmann (auf etwa 2630m) geht es gut, aber dann wird es unklar. Steinmänner oder gar Farbpunkte gibt es nicht, Spuren sehe ich auch nicht, also durch Schutt gerade hoch. Darüber kommen wieder feste Blöcke. Dann stehe ich, wenig unter dem grossen Steinmann dieses Vorgipfels vor einer schulterhohen, trittarmen Platte. An zwei passablen Griffen ziehe ich mich hoch. Dahinter kommt ein Schärtchen mit einem schmalen Bödeli zum Vorschein, mit Trittspuren! Von da kann es nur nach rechts gehen. Neben einem kleinen Zacken führt eine Rinne mit grossen Stufen auf den Grashang hinunter. Im Gras zeigt sich eine Spur und auch der Schutthang zum Hauptgipfel des Gatschieferspitz ist problemlos.




Diese Aussicht erwartet Euch:











Abstieg bis Punkt 248m wie Aufstieg, von da den meist weglosen Wiesengrat bis Rüegenhütte/Hohliecht folgen







































Ab der Rüegenhütte/Hohliecht geht es wieder ins Tal auf der Aufstiegsroute. In etwa 1,5 bis 2 Stunden sollten wir wieder in Grüenbödeli sein.
Fazit:
Bei karen Tagen eine der Top-Wanderungen in der Region Davos. Bis Punkt 2488m relativ gefahrlos zu gehen. Entsprechende Kondition voraus gesetzt, die 1200 Höhenmeter fordern ihren Tribut,wird aber durch das Panorama mehr als wett gemacht.

























