Weissfluhjoch

Panorama Weissfluhjoch

Das Weissfluhjoch ist ein 2693 m ü. M. hoher Aussichtsberg nordwestlich von Davos und ist gleichsam der Hausberg der Alpenstadt. Seit dem Jahr 1932 erschliesst die Parsennbahn das Weissfluhjoch in zwei Sektionen von Davos-Dorf aus.

Bergstation Weissfluhjoch, Ausgangspunkt vieler Wanderungen

So schaut es grad am Weissfluhjoch aus:

Webcam Weissfluhjoch Richtung Dorftälli/Davos
Panorama Weissfluhjoch Sommer (zum Vergrössern anklicken)
Panorama Winter inkl. Gipfelbeschreibung (zum Vergrössern anklicken)
Egal zu welcher Jahreszeit: Mit der Parsennbahn kommt man in zwei Sektionen bequem auf das Weissfluhjoch.

Bergrestaurant

Aussenansicht auf das von der Sonne bescheinte Restaurant Weissfluhjoch auf Parsenn. | © Davos Klosters Mountains

Das Bergrestaurant Weissfluhjoch auf Parsenn liegt auf 2.663 Metern über Meer. Zum Restaurant gehören das Selbstbedienungs- und das bediente Panorama-Restaurant. Diese sind mit der Parsennbahn und den Sesselbahnen gut zu erreichen, liegt zentral und nahe an den Pisten. 

Das Selbstbedienungsrestaurant ist das ganze Jahr geöffnet. Für die schnelle Stärkung oder für eine ausgiebige Mahlzeit, Ihr habt die Wahl. Das ausgesuchte Essen geniesst Ihr mit atemberaubenden Blick in die Ferne drinnen oder draussen auf der grossen Terrasse. Ebenfalls eine grandiose Aussicht bietet das Panorama Restaurant. Im Winter geöffnet, bietet es eine freundliche Bedienung mit köstlichen, gutbürgerlichen Spezialitäten.
 

Öffnungszeiten Sommerwährend der Sommersaion der Parsennbahn, von 08:30 Uhr bis 16:30 Uhr | MI: Ruhetag
Öffnungszeiten Winterwährend der Wintersaison der Parsennbahn, täglich on 08:30 Uhr bis 16:30 Uhr

E-Mail info@wfj.ch Tel. +41 (0)81 417 66 11 Webseite www.wfj.ch

Wandertouren vom Weissfluhjoch:

Die Wandermöglichkeiten ab Bergstation. Die Gehzeiten kann selbst ich nicht einhalten.
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Fahrplan Parsennbahn:

Parsennbahn Geschichte:

Noch vor dem Bau der Schatzalpbahn wurde der Skisport in Davos sehr populär. Vor allem die Engländer trieben die Entwicklung dieser Sportart voran. So war es nicht weiter verwunderlich, dass immer weitere, kühnere Touren gestartet wurden. So stiegen am 14. März 1897 die drei Einheimischen Leo Branger, B. Caflisch und B. Erni zuerst über das Meierhoftäli und dann zur Parsennfurka auf. Von dort fuhren sie über die Casanna Alp nach Klosters hinab. Schon bald wurde das Parsenn- Gebiet immer berühmter und viele Tourengänger fuhren dann auch bis nach Küblis hinab. Die RhB machte sich das zu nutzen und verkaufte so genannte «Parsennbillete». Im Winter 1928/29 verkaufte die Rhätische Bahn bereits 10’674 solcher Sportabonnemente.

Schon bald entstanden Überlegungen, den beliebten Skiberg mechanisch zu erschliessen. Schliesslich wurden schon 1899 die nahe gelegene Schatzalpbahn und 1928 die Corviglia- Bahn ennet dem Flüelapass eröffnet. Am 8. Juni 1931 erfolgte dann der Spatenstich zum Bau der 1. Sektion der Standseilbahn vom Dorfzentrum von Davos Dorf nach dem Höhenweg. Am 17. Dezember 1931 konnte dann die Parsennbahn eröffnet werden. Doch das Bauwerk war noch nicht fertig. So wurde vier Monate später mit dem Bau der 2. Sektion nach dem Weissfluhjoch begonnen. Die Trassee wurde dem Gelände angepasst, so dass Lawinenhänge und sonstige Hindernisse umfahren werden konnten. Am 27. Oktober 1932 wurde die erste Probefahrt durchgeführt und am 2. Dezember 1932 wurde die Eröffnung gefeiert. Beide Bahnen wurden durch die Fa. Von Roll erstellt.


Man hatte jetzt zwar eine bequeme und schnelle Aufstiegsmöglichkeit, doch vielleicht war man doch schneller, wenn man mit den Skiern aufgestiegen wäre. Die Bahn wurde nämlich so populär, dass sich an schönen Wintertagen eine lange Schlange vor der Talstation bildete.

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Zu Beginn hatten die Bahnen eine Förderkapazität von nur je 300 P/h. Die Fahrt von Davos auf den Höhenweg dauerte damals noch 10 Minuten. So ist es nicht weiter verwunderlich, dass schon bald die Kapazität erhöht werden musste. 1937, also nur wenige Jahre nach der Eröffnung, wurden alle Wagen durch neue Doppelwagen ersetzt.

Doch nicht nur bei den Wagen wurden Veränderungen getätigt: Auch bei den Antrieben hat man immer wieder Verbesserungen vorgenommen. Die Geschwindigkeit wurde immer wieder erhöht. Doch Wartezeiten ergaben sich trotzdem oft. Im Jahre 2000 wurde die 2. Sektion durch die Parsenn- Rapid Sesselbahn stark entlastet. Doch damit war das Problem an der Talstation in Davos noch nicht gelöst. Es wurden verschiedene Projekte ausgearbeitet, wie man eine neue Bahn ins Parsenngebiet bauen könnte. Es wurde auch eine 8-Gondelbahn vom Davoser See Richtung Meierhoftäli oder Parsennhütte in Betracht gezogen. Dabei wäre die Parsennbahn leicht modernisiert worden und hätte so eine sichere Verbindung zum Weissfluhjoch (und zum Weissfluhgipfel) sichergestellt. Schlussendlich entschied man sich aber für einen Totalumbau der alten Standseilbahn. Zuerst musste aber die 2. Sektion 2001 nochmals für den Sommerbetrieb geschlossen und leicht renoviert werden. Im Jahre 2002 erfolgte dann der Totalumbau der 1. Sektion durch Doppelmayr Thun. Die Trassee wurde beibehalten, die Spurweite wurde aber von 800 mm auf 1200 mm verbreitert. Die Trassee- Verbreiterung wurde durch Vetsch Klosters ausgeführt. Die 200- plätzigen Wagen wurden durch Gangloff geliefert. Der neue Antrieb ist von ABB. Wenn mit der maximalen Geschwindigkeit von 10 m/ sek gefahren wird, beträgt die Fahrzeit nur 41/2 Minuten für die 1872m lange Strecke. So weit so gut.

Doch noch war die 2. Sektion nicht modernisiert, der Güterumschlag in der Mittelstation Höhenweg gestaltete sich weiterhin kompliziert. Auch die Spurbreite von 800 mm entsprach nicht mehr dem heutigen Standard. Mit 6.2 m/ sek war die Bahn auch kein Geschwindigkeitswunder. Auch hier wurde über verschiedene Varianten für einen Ersatz beraten. Man wollte auch schon eine Pendelbahn zum Weissfluhjoch bauen. Schlussendlich entschied man sich aber auch hier wieder für eine Standseilbahn. Während der Sommersaison 2009 wurden schon verschiedene Vorarbeiten durchgeführt, damit man dann 2010 mit dem Bau beginnen konnte. Direkt neben der Talstation in Davos und in der Mittelstation Höhenweg wurden Betonsilos aufgestellt. Schon kurz nach dem Ende der Wintersaison 2009/ 10 wurde die Bahn demontiert. Die Bauarbeiten wurden wiederum durch die Firma Vetsch aus Klosters ausgeführt. Die Projektierung und Montage wurde durch Inauen- Schätti gemacht, Hersteller der Bahn ist Garaventa Thun. Diesmal wurde die Spur von 800 mm «nur» auf 1000 mm verbreitert. Die 110- plätzigen Wagen stammen auch wieder von Gangloff, diesmal sind sie aber nicht als Doppelwagen ausgeführt. Seltsamerweise wurde aber die Kapazität verringert; bei der alten Bahn betrug sie 1080 P/h, bei der neuen nur noch 970 P/h.

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