Hardcore & More

Hardcoretouren, nur für Geübte mit entsprechender Kondition und/ oder Bergerfahrung……

Anmerkung: Ob eine Wanderung «hardcore» ist muss jeder für sich selbst entscheiden. Fakt ist eine T3,T4 oder T5 – Wanderung ist nunmal kein Spaziergang. Selbst eine einfache T1 – Wanderung kann bei entsprechender Witterung schnell zu einer «Hardcore-Tour» werden.

Entsprechende Vorbereitung, Kartenmaterial und Routenbeurteilung sind hier unerlässlich, von Trittsicherheit und Schwindelfreiheit ganz zu schweigen.

–> Wichtige Infos: Bergschule

Wichtiger Hinweis:

Aufgrund der in der Höhe extrem hohen Tagestemperaturen in Verbindung mit Sonneneinstrahlung besteht sehr grosse Steinschlaggefahr, die auch die Zustiegswege erreichen könnten. Überlegte Routenwahl und Lagebeurteilung sind unbedingt notwendig. Ich war gestern persönlich im Grialetschgebiet unterwegs, es hat gerumpelt wie die sau in den Felsen. Also im Felsregionen und Permafrostgebieten bitte grösste Vorsicht. Wanderer ohne Erfahrung und Ausrüstung haben hier nichts verloren. Oder anders gesagt: Die Wahrscheinlichkeit wird grösser zur falschen Zeit am falschen Ort zu sein.

Nicht jedermanns Sache: Einige Wandertouren verlangen entsprechende Kondition und Bergerfahrung

Für Kilometerfresser…….

Strecke und Höhe…….

Für absolute Offroad-Experten……….

Wanderskala

GradWeg/GeländeAnforderungenBeispiele
T1
Wandern
Weg gut gebahnt. Falls vorhanden, sind exponierte Stellen sehr gut gesichert. Absturzgefahr kann bei normalem Verhalten weitgehend ausgeschlossen werden.
Falls nach SWW-Normen markiert: gelb.
Keine, auch mit Turnschuhen geeignet. Orientierung problemlos, in der Regel auch ohne Karte möglich.Wasserfall Sertig, Davoser See Rundweg
T2
Bergwandern
Weg mit durchgehendem Trassee. Gelände teilweise steil, Absturzgefahr nicht ausgeschlossen.
Falls nach SWW-Normen markiert: weiss-rot-weiss.
Etwas Trittsicherheit. Trekkingschuhe sind empfehlenswert. Elementares Orientierungsvermögen.Panoramaweg, Felsenweg
T3
anspruchsvolles Bergwandern
Weg am Boden nicht unbedingt durchgehend sichtbar. Ausgesetzte Stellen können mit Seilen oder Ketten gesichert sein. Eventuell braucht man die Hände fürs Gleichgewicht. Zum Teil exponierte Stellen mit Absturzgefahr, Geröllflächen, weglose Schrofen.
Falls nach SWW-Normen markiert: weiss-rot-weiss.
Gute Trittsicherheit. Gute Trekkingschuhe. Durchschnittliches Orientierungsvermögen. Elementare alpine Erfahrung.Schwarzhorn, Jöriseen
T4
Alpinwandern
Wegspur nicht zwingend vorhanden. An gewissen Stellen braucht es die Hände zum Vorwärtskommen. Gelände bereits recht exponiert, heikle Grashalden, Schrofen, einfache Firnfelder und apere Gletscherpassagen.
Falls nach SWW-Normen markiert: weiss-blau-weiss. Hinweis: Ältere Wege mit dem Schwierigkeitsgrad T4 sind heute noch oft mit Rot-Weiss-Rot markiert.
Vertrautheit mit exponiertem Gelände. Stabile Trekkingschuhe. Gewisse Geländebeurteilung und gutes Orientierungsvermögen. Alpine Erfahrung. Bei Wettersturz kann ein Rückzug schwierig werden.Valbellahorn, Davoser Büelenhorn
T5
anspruchsvolles Alpinwandern
Oft weglos. Einzelne einfache Kletterstellen. Exponiert, anspruchsvolles Gelände, steile Schrofen. Apere Gletscher und Firnfelder mit Ausrutschgefahr.
Falls markiert: weiss-blau-weiss.
Bergschuhe. Sichere Geländebeurteilung und sehr gutes Orientierungsvermögen. Gute Alpinerfahrung im hochalpinen Gelände. Elementare Kenntnisse im Umgang mit Pickel und Seil.Älplihorn Hauptgipfel
Flüela Weisshorn
Leidbachhorn Hauptgipfel
T6
schwieriges Alpinwandern
Meist weglos. Kletterstellen bis II. Häufig sehr exponiert. Heikles Schrofengelände. Apere Gletscher mit erhöhter Ausrutschgefahr.
Meist nicht markiert.
Ausgezeichnetes Orientierungsvermögen. Ausgereifte Alpinerfahrung und Vertrautheit im Umgang mit alpintechischen Hilfsmitteln.für mich nicht geeignet

Die Touren im Bereich des Berg- und Alpinwanderns werden jeweils unter der Annahme günstiger Verhältnisse bewertet, also bei guter Witterung und Sicht, trockenem Gelände, geeigneter Schnee- und Firnbedeckung usw. Eine Route muss nicht alle Kriterien erfüllen, um entsprechend eingeordnet zu werden. Zum Beispiel kann eine T4-Route einen durchgehenden, gut sichtbaren Weg aufweisen. Dazu richtet sich die Bewertung jeweils nach den heikelsten Stellen der Route, den sogenannten Schlüsselstellen.Beispiel Valbellahorn: Wäre als T3 gut zu gehen, jedoch die Schlüsselstelle am Schluss (20 HM) und die fehlende Markierung trotz gut einsehbaren Weg als T4 klassifiziert.

Dieser Beitrag wurde unter Allgemein veröffentlicht. Setzen Sie ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert